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15 mögliche Gründe, warum dein Newsletter nicht gut ankommt

Wer ein bisschen auf meiner Website rumgestöbert hat, weiß um mein Hobby. Heute Vormittag hatte ich die geniale Idee, meine Postfächer anzuschauen und auszumisten. Du musst wissen, dieses Hobby hat zur Folge, dass täglich unzähliges E-Mails eintrudeln. E-Mails in Form von Newslettern, in die wir uns nie eingetragen haben. So ist das Business, ich habe es lange Zeit akzeptiert. Aber nun ist Schluss.

Warum ich diesen Beitrag schreibe oder: Es wird höchste Zeit, dass sich etwas ändert!

Nach nur 10 Minuten war ich total genervt und stinksauer, weil gefühlte 95% der Mails für die Mülltonne waren. Mails, die so schlecht aufbereitet waren, dass der Kern des Inhalts gar nicht zu mir vorgedrungen ist. Verschenktes Potential auf der einen Seite, Zeitverschwendung auf beiden Seiten. Stinksauer war ich deshalb, weil wir zum einen – wie bereits erwähnt – gefühlte 98% aller Mails ohne unsere Zustimmung erhalten und zum anderen, weil es in gefühlten 80% der Mails keinen Newsletter-Abmelde-Link gibt.

Das ist nicht nur blöd für uns (konkret: für mich), sondern in rechtlicher Hinsicht doppelt unzulässig. Die DSGVO ist seit 2018 in Kraft! Das sei nur mal so am Rande erwähnt.

Das alles mag hart klingen, ich weiß. Ich weiß auch, dass es durch die DSGVO immer schwieriger wird, PR zu machen und Reichweite aufzubauen. Ich muss dazu sagen, dass wir uns grundsätzlich darüber freuen, informiert und zu Veranstaltungen eingeladen zu werden. Es gibt viele spannende Themen und auch einige schöne Newsletter, die wir gerne konsumieren.

Das Problem ist nur, dass es immer mehr Mails werden, die qualitativ nicht viel hergeben und uns die Sicht auf die für uns relevanten Themen nehmen. Damit gilt es umzugehen.

Ich will auch gar nicht behaupten, dass ich Expertin in Sachen E-Mail-Marketing bin. Ich habe aber eine Meinung, die ich hier gern mit euch teilen möchte. Ich habe ebenfalls bereits Dinge verzapft, die nicht so grandios waren, wie ich dachte. Ich war aber immer dankbar für Feedback, sofern es freundlich formuliert war. Bitte verstehe den Beitrag hier als solches.

E-Mail-Marketing gehört zu den tollsten und effektivsten Möglichkeiten, mit der Kundschaft in Kontakt zu treten, sie zu Stammkund_innen werden zu lassen und um Dienstleistungen und Produkte zu verkaufen. Wenn die Suchmaschinen down sind, du aus den Top-Rankings verbannt wirst, hast du immer noch deine E-Mail-Verteiler-Listen. Hege und pflege sie, sei gut zu deinen Abonnent_innen und nutze dieses Potential, indem du auf ein paar Dinge achtest.

Darum schreibe ich den Artikel. Um dir näherzubringen, dass es nicht so viel braucht, um einigermaßen gute Newsletter auf den Weg zu bringen.

Weitere Informationen und Tipps gibt es weiter unten als Fließtext.


Inhaltsverzeichnis

Darum kommt dein Newsletter „nicht gut an“…
Quick-Tipps: Was du tun solltest, um zufriedene Newsletter-Abonnent_innen zu haben
Warum ein Abmelde-Link zum guten Ton gehört
Warum du deine Interessenten unterschiedliche Themen anbieten solltest
Warum du Abonnent_innen löschen solltest, die deine Mails nicht öffnen
Weiterführende Links

Lesezeit: ca. 10 Minuten


Darum kommt dein Newsletter „nicht gut an“…

Quick Tipps: Newsletter so schreiben, damit er auch gelesen wird
Credits: Markus Winkler / Unsplash
  1. Du schickst jemandem deinen Newsletter ohne dessen Einwilligung zu
  2. Du wählst nichtssagende Betreffzeilen wie „Newsletter Nr. 234“ oder „Pressemitteilung im Juli“
  3. Der Newsletter-Inhalt hält nicht das, was der Betreff verspricht
  4. Du wählst eine sehr kleine, unlesbare Schrift
  5. Du lässt den / die Abonnent_in über den Zweck deiner Mail im Dunkeln
  6. Du versendest eine Buchstabensuppe, die unleserlich und lieblos zubereitet ist
  7. Du sendest jemandem den gleichen Inhalt 3x hintereinander zu…
  8. …d. h. Du betreibst nervig-aggressives E-Mail-Marketing, ohne Rücksicht auf Verluste
  9. Du setzt helle Links auf hellen Hintergrund
  10. Deine Mail blinkt und glitzert und lenkt vom Inhalt ab
  11. Der Inhalt passt nicht zu den Interessen deiner Empfänger_innen
  12. Du sprichst den / die Empfänger_in mit dem falschen Namen an
  13. Deine Nachricht hat keine_n richtige_n Absender_in und wirkt unseriös
  14. Du versuchst jemandem etwas zu verkaufen, der / die sich für News interessiert
  15. Deine Nachricht landet im Spam

Quick-Tipps: Was du tun solltest, um zufriedene Newsletter-Abonnent_innen zu haben

Weißt du, welches Ziel du mit deinem E-Mail-Marketing / deinen Newslettern verfolgst?

Alles, was du im Marketing machst, sollte ein bestimmtes Ziel haben. So ist es auch mit deinem E-Mail-Marketing.

Mögliche Ziele könnten sein…

  • mehr Verkäufe erzielen
  • mehr Besuche auf der Website generieren
  • mehr Anfragen erhalten
  • dich als Expert_in positionieren
  • etc.

Wenn du eine höhere Öffnungsrate, mehr Resonanz und glückliche Abonennt_innen haben willst, dann schau dir diese Liste an.

✔ Kläre vor der Newsletter-Anmeldung auf, was den / die Abonnent_in erwartet
✔ Biete unterschiedliche Themen an, für die man sich eintragen kann
✔ Lege ein Ziel fest, das du mit der Mail erreichen möchtest
✔ Finde ein spannendes Thema, über das du schreiben möchtest
✔ Setze Schwerpunkte, überfordere deine Leser_innen nicht
✔ Finde einen passenden und anregenden Betreff
✔ Halte dich an das, was der Betreff verspricht
✔ Bereite den Inhalt so auf, dass er übersichtlich und leicht zu konsumieren ist – lasse zwischen den Themen White Space, also Platz
✔ Schreibe persönlich, wenn möglich
✔ Stelle einen Abmelde-Link bereit
✔ Arbeite mit Formatierungen (fett, kursiv)
✔ Nutze Überschriften
✔ Überlege dir einen Call to Action: Was sollen die Leser_innen tun? (Stichwort: Ziel deiner Mail)
✔ Hinterlege Kontaktdaten und einen Link zu deiner Website
✔ Setze dich mit den Wünschen und Bedürfnissen der Empfänger_innen auseinander (siehe: biete unterschiedliche Themen an)
✔ Setze dich mit den unterschiedlichen Arten des E-Mail-Marketings auseinander
✔ Akzeptiere, wenn sich jemand aus dem Verteiler austrägt

Aus den Listen siehe oben könntest du bereits einige Rückschlüsse gezogen haben, warum du mit deinem E-Mail-Marketing nicht so recht vorankommst. Hier möchte ich ein bisschen näher auf bestimmte Umstände eingehen.

Wer fühlt sich schon gern belästigt? Du hörst richtig, ich spreche von Belästigung. Denn einige Menschen (ich gehöre dazu) empfinden das ungefragte Eingetragenwerden in eine Newsletter-Verteilerliste als Grenzüberschreitung.

Insbesondere dann, wenn man auf der eigenen Website ausdrücklich darauf hinweist, dass man NICHT einfach so in irgendwelche Verteiler aufgenommen werden möchte, sondern dass man vorher gefragt werden möchte. Wer glaubt, dass das irgendwie okay sei und davon ausgeht, dass diese Mails mit Kusshand geöffnet und gelesen werden, liegt falsch.

Grumpy Stimmung, wenn Newsletter unübersichtlich und schlecht geschrieben sind
Manchmal fühlt es sich so grumpy an…
Credits: Cyrus Chew / Unsplash

Wenn es zudem keine Möglichkeit gibt, aus dem Verteiler wieder herauszukommen, weil der besagte Abmelde-Link fehlt (oder bewusst nicht gesetzt wurde?), der macht sich keine Freunde (milde ausgedrückt). Hier kommt auch das Gefühl der Machtlosigkeit ins Spiel.

Nun gibt es als Empfänger_in solcher Mails mindestens 7 Möglichkeiten:

  1. Ich akzeptiere das und erhalte Mails, die ich nicht haben möchte und bleibe ruhig (ommmmm)
  2. Ich akzeptiere das und bekomme Mails, die ich nicht haben möchte und rege mich jedes Mal auf (argh, grmpf)
  3. Ich schreibe dem / der Absender_in und hoffe, dass die Person mich aus dem Verteiler nimmt (sehr höflich, aber kostet Zeit)
  4. Ich blockiere den / die Absender_in (gute Idee)
  5. Ich lösche mein Mail-Postfach (ist es das Wert?)
  6. Ich lösche meine Website und gehe in den Ruhestand (Spaß)
  7. Ich mache Punkt 1-6 + mahne den / die Absender_in ab (krasser Schritt, kostet Zeit, ist aber legitim)

Wir wollen keinen Frust und miese Stimmung, oder?! Deswegen ist ein Abmelde-Link vom Newsletter das Mindeste, was man dem / der Empfänger_in bieten sollte.

Warum du deine Interessenten unterschiedliche Themen anbieten solltest

Stell dir vor, du interessierst dich für alles rund ums Wandern und bekommst von dem Outdoor-Laden deines Vertrauens jeden Tag mehrere Mails zu ganz unterschiedlichen Themen: Klettern, Raften, Kanufahren.

Findest du das gut? Möchtest du jeden Tag Zeit mit Dingen verschwenden, die dich nicht interessieren? Ich möchte das nicht. Die Folge wird sein, dass du dich vom Newsletter abmeldest. Verständlich.

Warum sollten deine Newsletter-Empfänger_innen anders drauf sein als du?

Warum du Abonnent_innen löschen solltest, die deine Mails nicht öffnen

Wenn du bemerkst, dass einige deiner Newsletter-Abonnent_innen deine Mails nie öffnen, solltest du dir überlegen, sie aus dem Verteiler zu nehmen.

Damit stellst du sicher, dass deine Ergebnisse zukünftig aussagekräftig sind und du hast einen Verteiler mit hochwertigen Kontakten in allen Phasen der Customer Journey.

Du kannst dir aber auch überlegen, ob du die Person persönlich anschreibst und fragst, welche Themen von Interesse sind. Bekommst du keine Antwort, kannst du sie immer noch aus deinem Verteiler löschen.


Mailjet: Verrät dir die Grundlagen des E-Mail-Marketings.

Schau dir auch an, wie man Newsletter-Ziele bestimmt und warum das wichtig ist!


Angela Beyer von www.webseitenliebe.de

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