Beitragsbild WordPress und SEO - Ein Leitfaden

WordPress SEO – Ein Leitfaden für Beginner

WordPress SEO für alle, die SEO anpacken wollen! In diesem Beitrag wirst du zahlreiche Tipps und Impulse erhalten, wie du mit WordPress gute SEO (Suchmaschinenoptimierung) machen kannst!

Dieser Beitrag zielt weniger darauf ab, dir alles bis ins kleinste Detail zu erklären. Es geht darum, dir einen umfassenden Überblick über deine Möglichkeiten einer soliden WordPress SEO zu geben. Dieser Beginner Leitfaden wird regelmäßig um weitere Tipps und Empfehlungen ergänzt.

Da WordPress-SEO bereits vor dem Erstellen deiner Website beginnt, habe ich diesen Beitrag in zwei Bereiche geteilt:

  • Before Website, die Vorarbeiten und
  • WordPress Website-SEO.

Ich möchte dir mit diesem Beitrag zeigen, dass es allein mit der Installation und Aktivierung von SEO-Plugins nicht getan ist, um eine wirkungsvolle SEO zu erzielen.

Wenn dich die Vorarbeiten und -überlegungen nicht interessieren, springe direkt zum WP-Einstellungen-Teil oder zur SEO-Maßnahmen-Liste inklusive Plugin-Empfehlungen.


Inhaltsverzeichnis: Starkes WordPress SEO | Ein Leitfaden für Beginner

Einleitung

Teil 1: Vorüberlegungen und Vorarbeiten / Before Website
Bevor du eine Website aufsetzt, frage dich …
Kleiner Exkurs zu WordPress, Theme, Template, Pagebuilder und Plugins
Wie soll deine Website aussehen?
Grundlegende Erkenntnisse
Deine Ziele
Die Wahl eines Hosters
Bist du bereit, Zeit zu investieren?
Zwischenfazit

Teil 2: WordPress SEO / Website
Die Wahl deines Themes
Die Wahl deine Templates
WordPress-Einstellungen durchgehen und anpassen
SEO-Maßnahmen & WordPress SEO-Plugins
Meta Description
Special-Tipp
Schlussbemerkung
Weiterführende Links

Lesezeit: ca. 15 Minuten


Einleitung

Du interessierst dich für WordPress-Suchmaschinenoptimierung?

Dazu kann ich dir doppelt bis dreifach gratulieren, denn WordPress zählt nicht ohne Grund zu einem der besten CMS (Content Management Systems) der Welt. Mit WordPress stehen dir alle Möglichkeiten offen, in Sachen Design, Usability (Benutzbarkeit deiner Website) und SEO hervorragende Ergebnisse zu erzielen.

Je länger ich mich in diesem Feld bewege und Erfahrungen mit anderen CMS sammeln konnte, desto glücklicher bin ich über die Entscheidung, mich vor gut elf Jahren für WordPress entschieden zu haben.

Teil 1: Vorüberlegungen und Vorarbeiten

Bevor du eine Website aufsetzt, frage dich …

… ein paar Grundlegende Dinge. SEO beginnt nämlich nicht erst mit der Erstellung deiner Website, sondern schon viel früher. Vielleicht sagen dir die Begriffe Keywordrecherche und -analyse oder Customer Journey etwas? Wenn nicht, solltest du dich damit befassen.

Zurück zum Thema. Frage dich:

  • Wer bin ich?
  • Was ist meine Dienstleistung / mein Produkt?
  • Für wen ist diese Dienstleistung / dieses Produkt geeignet?
  • Wie kann meine potentielle Kundschaft das Produkt erwerben?
  • Wer ist meine Konkurrenz?
  • Welche Handlungen sollen meine Besucher_innen ausführen?
  • Was ist das Ziel meiner Seite?
  • usw.

Wenn du hier Klarheit hast, kannst du besser einschätzen, …

  • … wie deine Domain heißen soll.
  • … wie du mit deiner Kundschaft sprechen möchtest.
  • … wie deine Produktbeschreibungen lauten sollten.
  • … wie deine Menüstruktur aussehen sollte.
  • … welche extra Features (z. B. Buchungskalender, Chat) du benötigst.
  • … welche Inhalte du brauchst.
  • usw.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass du dich unbedingt mit dem Marketing Mix auseinander setzen solltest. Die hier gestellten Fragen leiten sich daraus ab.

Kleiner Exkurs zu WordPress, Theme, Template, Pagebuilder und Plugins

WordPress ist ein Content Management System (CMS).

Die WordPress-Software ist kostenlos, kann auf dem Server deiner Wahl installiert werden und wird ständig erweitert und modernisiert. Um WordPress hat sich eine große Community gebildet, die es mitunter möglich macht, schnelle Hilfe im WordPress-Forum (bei mir geht es um selbstgehostetes WordPress, also .org) oder anderen Foren zu erhalten.

Lang lebe Open-Source-Software!

Wenn du WordPress installiert hast, benötigst du ein Theme. Ein Theme stellt dir quasi das optische Grundgerüst deiner zukünftigen Website zur Verfügung. Insbesondere die Anpassungsmöglichkeiten von Menü, Footer und Sidebars werden von den Entwickler_innen eines Themes bestimmt.

WordPress Themes suchen mit Hilfe der Filterfunktion
Screenshot: WordPress Themes (populär) im Backend. Optional: suchen mit Hilfe der Filterfunktion.

Viele Themes halten bereits einige konkrete Design-Vorlagen für dich bereit. Das sind Templates, die du installieren und nach deinen Wünschen anpassen kannst.

Templates erstellt mit Pagebuilder Elementor WordPress
Screenshot: Templates erstellt mit dem Pagebuilder Elementor in WordPress. Per Klick direkt installierbar.

Um dich nun vollends zu verwirren: Sprechen müssen wir ebenfalls über Pagebuilder. Sie stellen bestimmte Elemente und deren Anpassungsmöglichkeiten des Designs zur Verfügung. Elemente könne u. a. Buttons, Icons, Testimonials, Überschriften etc. sein. Mit diesen Elementen kannst du eine Webseite individuell gestalten. Viele kostenpflichtige Themes haben bereits einen Pagebuilder in ihrem Paket integriert.

Elemente des Elementor Pagebuilders WordPress
Screenshot: Kostenlose und kostenpflichtige Elemente des Elementor Pagebuilders in WordPress.

Plugins sind Erweiterungen bzw. Programme, die du in WordPress ganz einfach selber suchen, installieren und aktivieren kannst. Hier gibt es sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Versionen. Dazu zählt z. B. ein Plugin, um deine Seitenladegeschwindigkeit zu erhöhen oder eins für SEO-Optimierungen.

Plugins suchen und aktivieren im Backend bei WordPress
Screenshot: Plugins suchen und aktivieren im Backend bei WordPress.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Du benötigst für deine Website …

  • … einen Hoster
  • … WordPress (kostenlos)
  • … ein Theme (kostenlos oder kostenpflichtig)
  • … Plugins (je nach Anspruch)
  • … optional: je Webseite ein Template (wird oftmals vom Theme mitgeliefert)
  • … optional: einen Pagebuilder (wird oftmals vom Theme mitgeliefert)

Wie soll deine Website aussehen?

Wie viel Schnack-Schnack brauchst du wirklich? Muss es unbedingt ein Slider sein? Du weißt schon, dieses Ding, das Bilder mit Text drauf hin- und herschiebt. Ich weiß, dass viele einen Slider für ein absolutes Muss halten. Die Zeit der Slider ist allerdings vorbei. Es gibt andere Möglichkeit, optisch zu punkten.

Du willst deine Besucher_innen nicht verwirren, sondern elegant zum gewünschten Ziel (das Ziel bestimmst du!) führen.

Brauchst du wirklich einen PageBuilder wie Elementor, WPBakery, Divi oder Cornerstone? Vielleicht reicht ja der Gutenberg-Editor?! Der wird von WordPress gleich mitgeliefert und hält mehr Features für dich bereit, als du vielleicht denkst. Ich war erst skeptisch, mittlerweile habe ich einige Seiten damit gebaut und es sollen mehr werden. Diese hier zum Beispiel. Ansonsten gibt es immer noch den ganz simplen, klassischen WP-Editor.

Willst du mit einem Template arbeiten oder deine einzelnen Seiten selbst gestalten?

Bist du bereit, Geld für die Nutzung eines Premium-Themes oder -Plugins auszugeben? Brauchst du diese Premium-Features überhaupt?

Bedenke: Weniger ist manchmal definitiv mehr. Deine Seite soll schnell laden und übersichtlich sein. Das Arbeiten mit einem PageBuilder wie Elementor verführt dazu, möglichst viele Elemente blinken und bewegen zu lassen. Klar, das macht Spaß! Aber wenn es vom Wesentlichen ablenkt, dann ist das der falsche Weg, um ans Ziel zu kommen.

Grundlegende Erkenntnisse

  • Du schreibst deine SEO-Texte in erster Linie für deine Besucher_innen. Natürlich solltest du auf für dein Produkt oder deine Dienstleistung relevante Keyword-Phrasen und Keywords achten. Letztendlich lieben Suchmaschinen jedoch die Beiträge und Webseiten am meisten, die die besten Antworten auf bestimmte Suchanfragen bieten.
  • Je mehr Dinge du von Anfang an beachtest, desto weniger fällt dir am Ende auf die Füße: Lade die Bilder in der richtigen Größe hoch, vergebe aussagekräftige Dateinamen, fülle Meta-Description aus, suche dir einen anständigen Hoster, ein passendes Theme, etc.
  • Ein weiterer Fakt, den du unbedingt bedenken solltest: Google setzt auf Mobile First. Das bedeutet im Grunde, dass wir Webseiten neu denken sollten. Wir erstellen Webseiten in erster Linie für mobile Endgeräte, genauer gesagt: Für Smartphones.

Für eine erste Bestandsaufnahme deiner Website kannst du folgende Tests durchführen:

Test 1: Ist deine Seite für mobile Endgeräte optimiert?

Test 2: Wie schnell lädt deine Seite?

Test 3: Was kann ich tun, um meine Seite zu verbessern?

Alternativ bietet dir die Search Console ebenfalls Informationen zum Stand deiner Website.

Deine Ziele

Ziel Nummer 1: Du willst mit deinem Beitrag oder deinem Produkt natürlich ganz weit oben in den Suchmaschinen auftauchen. Wenn du es schaffst, eine Antwort auf eine bestimmte Suchanfrage bzw. Suchintention zu liefern, ist das schon mal gut.

Ziel Nummer 2: Die Leute auf deine Seite locken. Das schaffst du, indem du Meta-Titel und -beschreibung so formulierst, dass die Suchenden gar nicht anders können, als draufzuklicken.

Ziel Nummer 3: Deine Besucher_innen führen möglichst viele Aktionen aus, die den Suchmaschinen signalisieren, dass deine Seite Relevanz hat. Der Inhalt auf der Seite muss das halten, was deine Metabeschreibung in der Google-Suche versprochen hat. Er muss so aufbereitet werden, dass die Leute zu ihrem Ziel kommen. Dieses Ziel sollte sich mit deinem decken: Wenn du einen bestimmte Schuh verkaufen willst, sollte das Ziel deiner / deines potenziellen Kund_in natürlich sein, diesen bestimmten Schuh kaufen zu wollen.

Die Wahl eines Hosters

Grundsätzlich macht es Sinn, wenn du dir einen Hoster suchst, der WordPress-Hosting anbietet. Bitte schau dir aber auch hier vorher die Bewertungen im Netz an. Ich habe schon Erfahrungen mit Billig-Hostern in diesem Bereich machen dürfen und rate dir zu einer ausführlichen Recherche.

Warum das wichtig ist? Weil du am Ende vielleicht mit dem Service, den Leistungen oder dem Support unzufrieden bist und den Hoster wechseln möchtest. Das ist ein Aufwand, der mitunter technisches Know-How erfordert und höchst nervig sein kann. Spar dir das, indem du vorher Zeit investierst.

Das sollte der Hoster im Gepäck haben (Auswahl):

  • Leicht zu bedienendes und schnelles Hosting-Backend
  • SSD-Festplatten
  • Klick-Einrichtung von SSL-Zertifikaten (Rankingfaktor, kein Kontaktformular ohne SSL!)
  • Serverseitiges Caching, um die Ladezeiten gering zu halten
  • Tägliche Backups
  • Einfache Wiederherstellung von Backups, falls du deine Seite „kaputtgespielt“ hast
  • Testumgebung (Staging-Umgebung), um WordPress-SEO-Plugins vorab zu testen oder Theme-Aktualisierungen auf Funktionalität zu prüfen

So ein WordPress-Hoster hat den Vorteil, dass dir viele Arbeiten abgenommen werden und du ohne technisches Wissen ein Backup (Sicherung) deiner Website einspielen kannst. Außerdem hast du eine_n verlässliche_n Ansprechpartner_in.

Bist du bereit, Zeit zu investieren?

Bevor ich nun auf die Wahl eines Themes eingehe, frage ich dich:

  • „Wie fit bist du mit WordPress?“
  • „Wie viel Zeit hast du, um Themes und brauchbare Plugins zu recherchieren, zu installieren und einzurichten?“
  • „Wie viel Lust hast du, dich mit einer ausgiebigen Keyword-Recherche auseinanderzusetzen?“
  • „Wie geduldig bist du, um SEO-Ergebnisse abzuwarten?“

Wenn du diese Fragen mit „wenig“ oder „gar keine“ beantwortest, brauchst du gar nicht weiterlesen. Denn das kann ich dir versprechen: Egal, ob du SEO selbst in die Hand nimmst oder dir externe Hilfe holst – du wirst zumindest etwas Zeit und Hirnschmalz investieren müssen.

Da ich ein positiv denkender Mensch bin, gehe ich davon aus, dass du wild entschlossen bist, SEO ernsthaft zu verfolgen.

Die Vorarbeiten sind an dieser Stelle geleistet, WordPress ist installiert. Ein SSL-Zertifikat ist eingebunden. Nicht? Das solltest du auf jeden Fall tun. Das gehört mittlerweile zu den SEO-Basics.

Zwischenfazit

Solltest du nun einen Schreck bekommen haben, weil du dich mit den oben aufgeführten Dingen nicht ausreichend auseinandergesetzt hast: Ruhig Blut. Das lässt sich nachholen.

Grundsätzlich spart man sich viel Arbeit und Kopfzerbrechen, wenn man „die Sache mit der Website“ von Anfang an „richtig“ angeht. Aber es nützt ja nichts, sich ständig „hätte ich doch bloß dieses oder jenes gemacht“ vorzupredigen und den Kopf in den Sand zu stecken. Nimm die Zügel (alias deine Website) in die Hand und arbeite an einer Verbesserung.

Hier gibt es 3 Quick-Tipps zur Überprüfung und Verbesserung deiner Situation …

Hole dir Feedback von Freund_innen: Ist die Seite gut strukturiert? Verstehen sie deine Dienstleistung / dein Produkt? Würden sie dir dafür ihr Geld geben? Empfinden sie deine Website als angenehm? Wird das Ziel deiner Website klar? Überlege dir weitere Fragen und knöpfe dir deine Website vor. Verändere das, was aus deiner Sicht sinnvoll erscheint.

Überprüfe dein Farbkonzept: Wie viele Farben benutzt du? Haben Links und Buttons immer die gleiche Farbe? Nein? Dann ändere das und überlege dir ein ansprechendes Farbkonzept. Verwende Farben, die zu dir und deinem Produkt passen. Wenn möglich, wähle nicht mehr als drei Farben. Mit dem Adobe Colorwheel findest du Farben, die zusammenpassen.

Überprüfe deine Inhalte auf Aktualität: Haben sich vielleicht deine Preise geändert? Stimmt die Telefonnummer noch? Wen möchtest du mit deinen Inhalten ansprechen? Fehlen wichtige Informationen oder sind deine Seiten völlig überladen mit Informationen? Sind die Texte angenehm zu lesen? Hast du eine Über-Mich-Seite, Impressum und Datenschutzhinweise?


Teil 2: WordPress-SEO

Die Wahl deines Themes

Wenn wir über SEO mit WordPress sprechen (eeeendlich!), beginnt dieser Teil mit der Wahl eines Themes, gefolgt von der Installation nützlicher SEO-Plugins und geht weiter über Bild-Optimierungen, dem Verfassen von SEO-Texten und Metabeschreibungen bis hin zur Überprüfung deiner Website auf Funktionalität.

WordPress ist installiert, nun geht es an die Wahl eines Themes, das zu dir, deinen Wünschen und Produkten / Leistungen passt.

Ich hatte bereits Berührung mit Themes, die extrem aufgeblasen, also unnötig groß waren. Andere waren so flexibel wie eine Brechstange und nur mit Hilfe von CSS anpassbar. Das war im Kopf kaum auszuhalten. Welchen Einfluss das auf SEO in WordPress haben kann? Wenn du es mit Hilfe deines Themes nicht schaffst, deine Besucher_innen reibungslos durch deine Webseiten zu leiten, weil es überall hakt, springen sie dir ab. Das ist es nicht, was SEO schlussendlich bezwecken will.

Suche dir ein Theme, das zu deinen Anforderungen und deinen Fähigkeiten passt (siehe oben).

Kriterien könnten sein:

  • Du möchtest einen umfangreichen Blog aufsetzen, der gut strukturiert sein soll.
  • Du möchtest deine Blogbeiträge nach bestimmten Themen Filtern können.
  • Du benötigst eine ausgeklügelte Suchfunktion.
  • Sidebars sollen individuell gestaltet werden können.
  • Der Footer soll mindestens drei Spalten haben.
  • Fonts sollen lokal laden.
  • Du willst viele Videos einbinden, die stylisch (z. B. mit einer Lightbox) dargestellt werden sollen.

Achte darauf, dass die Entwickler_innen des Themes einen guten Support bieten. Neben persönlichem Support ist ein Hilfe-Forum sowie eine ausführliche Dokumentation hilfreich. Schlechter Support und eine unzureichende Dokumentation sind vielleicht weit verbreitet, es geht aber auch anders. Schau dich um und finde das Theme, das gute Bewertungen hat und zu dir und deinen Bedürfnissen passt.

Es gibt sehr schlanke und einfach zu bedienende Themes. Gute Beispiele sind die von WordPress itself. Mit dem Twenty Twenty-One Theme habe ich bereits mehrere schlanke Seiten gebaut. Wenn du gern etwas mehr Spielraum bei der Gestaltung deiner Webseiten hättest, kann ich dir das OceanWP-Theme oder Astra* (➔Werbung) empfehlen.

Schau im Internet nach Produkttests oder Vergleichsseiten und vergleiche die Features mit den Anforderungen, die du an ein Theme hast.

Eventuell musst du die ein oder andere Lücke mit Hilfe eines PageBuilders oder Plugins schließen.

Die Wahl deines Templates

Wenn du das Theme installiert und aktiviert hast, kannst du entweder ein Template installieren oder deine Seiten komplett selbst zurechtbasteln.

Wenn du scharf auf ein Template bist, schau, ob dein Theme Templates anbietet oder recherchiere im Internet nach der Möglichkeit, eines zu kaufen. Es gibt bestimmt kostenlose Templates, die du nutzen kannst.

Wenn du mit Templates arbeitest, wirst du in der Regel Bilder und Texte gegen deine eigenen Bilder und Texte austauschen. Da ich auf aufgeräumte Mediatheken stehe und die vom Template zur Verfügung gestellten Bilder URLs erzeugen, die irrelevant sind, möchte ich dir raten, nicht benötigte Bilder zu löschen.

Gleiches gilt im Übrigen für Seiten, Beiträge und Kommentare, die zum Teil vom Theme mitgeliefert werden. Lösche diese komplett. Dazu solltest du zu guter Letzt den Papierkorb leeren.

Jetzt geht es an die Einstellungen in WordPress.

WordPress-Einstellungen durchgehen und anpassen

An dieser Stelle möchte ich dir raten, dir die Einstellungen nacheinander anzuschauen und Anpassungen vorzunehmen.

Insbesondere unter Einstellungen > Lesen solltest du dich für die Einstellung „Füge für jeden Beitrag in einem Feed Folgendes hinzu > Textauszug“ entscheiden. Ich habe erlebt, wie komplette Beiträge von mir auf fremden Websites auftauchten.

Ebenfalls unter Einstellungen > Lesen solltest du keinen Haken bei „Sichtbarkeit für Suchmaschinen (…)“ setzen. Es sei denn, es ist von dir tatsächlich gewünscht, dass deine Webseiten (noch) nicht indexiert werden.

Screenshot SEO Einstellungen lesen bei WordPress
Screenshot WP-Einstellungen > Lesen

Achte darauf, welche Sprache du unter Einstellungen > Allgemein ausgewählt hast. Wenn du auf deiner Seite die deutsche Sprache verwendest, solltest du dort deutsch angeben.

SEO-Maßnahmen & WordPress SEO-Plugins

Da es zahlreiche sehr gute Beiträge im Netz zu diesem Thema gibt (siehe weiterführende Links unten), werde ich hier inhaltlich nicht näher auf die Plugins an sich eingehen.

Vielmehr werde ich auflisten, was du in WordPress tun kannst, um deine WordPress SEO anzuschubsen und das ein oder andere Plugin empfehlen.

Für viele Maßnahmen gibt es Plugins, einige Dinge musst du selber in die Hand nehmen (z. B. Vergabe von Dateinamen bei Fotos, Ausarbeitung einer Strategie, Keywordrecherche, Schreiben von SEO-Texten oder Anpassung der Bildgrößen).

Du siehst hier Vorschläge zur Verbesserung deiner WordPress SEO.

Setze das um, was für deine Website Sinn macht. Beachte bitte, dass du immer die DSGVO im Blick behalten solltest. Das gilt insbesondere für das Einbinden der Social-Media-Sharing-Möglichkeiten.

  • Schreibe Beiträge so, dass sie …
    • gut strukturiert sind.
    • einen Mehrwert aufzeigen, eine Lösung bereithalten.
    • Füge ein Inhaltsverzeichnis (manuell, Easy Table of Contents), Bilder und / oder Videos hinzu.
    • Vergebe grandiose Überschriften.
    • Nutze Überschriften hierarchisch (H1-H6).
    • Fette wichtige Begriffe, schreibe kurze und verständliche Sätze etc.
    • Verlinke sie intern mit anderen Beiträgen, die zum Thema passen.

Erfahre mehr: So schreibst du gute SEO Texte (Blogbeitrag).

  • Gebe deinen Seiten und Beiträgen zum Inhalt passende URLs.

  • Binde ein SSL-Zertifikat ein.

  • Füge deinen Seiten und Beiträgen Metabeschreibungen (Meta Description) hinzu, nutze Power Words und Zahlen (Rank Math, Yoast).

  • Checke regelmäßig, ob es auf deiner Seite kaputte Links (Broken Link Checker) oder
  • 404 Fehlermeldungen gibt (Redirection, Rank-Math).
    • Behebe diese Fehler, leite URLs um oder baue eine 410-gone-Meldung ein.

  • Gib deinen Bildern einen aussagekräftige Dateinamen (z. B. mein-bild-ist-schoen) (manuell).

  • Optimiere deine Bilder auf Größe und Auslieferungsformate (manuell, EWWW Image Optimizer, Smush).

  • Füge deinen Bildern Beschreibung, Alt-Text und Titel hinzu (manuell in WordPress).

  • Erstelle eine Sitemap (Yoast, Rank Math).

  • Überprüfe und nutze deine robots.txt. Über die robots.txt lässt sich das Crawling deiner Website steuern (manuell).

  • Nutze die .htaccess, um z. B. Feintuning an deiner Website-Ladegeschwindigkeit vorzunehmen oder deine Seite vor Hacker-Angriffen oder Bilder-Hot-Linking zu schützen (manuell).

  • Nutze ein Caching-Plugin für schnellere Ladezeiten (WP Fastest Cache, WP Super Cache, WP Rocket* ➔Werbung).

  • Reinige ab und zu deine Datenbank (WP-Sweep, WP Rocket* ➔Werbung).

  • Gib deinen Besucher_innen die Möglichkeit, deine Beiträge zu teilen (Social-Media-Share).

  • Zeige deine Bewertungen (z. B. Google-Rezensionen, Trusted Shops, o. ä.).

  • Optimiere deine Website für mobile Endgeräte (Seitenladegeschwindigkeit, mobile Ansichten).

  • Betreibe internes und externes Linkbuilding (manuell, Internal Link Juicer, Rank Math).

  • Nutze Schema-Generatoren (Rank Math).

  • Überprüfe deine Prozesse: Funktionieren Kommentarfunktion, Kontaktformulare, klickbare Mailadresse und Telefonnummern etc.?

  • Vermeide Keyword-Kannibalismus, indem du für ein Keyword bzw. eine Suchintention nur einen Beitrag bzw. eine Webseite erstellst (Dauerhafte Überprüfung mit Tools wie Sistrix oder Seobility, kurzfristiger Check mit Site-Abfrage bei Google).

  • Mache klar, was deine Besucher_innen auf deiner Website tun sollen (Text + Button).

  • Gibt es alte Bilder im Netz, die nicht mehr zu deinem Unternehmen passen? Beantrage eine Löschung der Bilder (https://support.google.com/).

Es gibt starke SEO-Plugins, die viele der genannten Funktionen vereinen. Ich bin ein großer Fan vom SEO-Plugin Rank Math. Das SEO Plugin von Yoast erfüllt ebenfalls einige SEO-Anforderungen. Rank Math soll angeblich schlanker sein.

Meta Description

Die Metabeschreibung und Title bzw. Meta-Daten für die Google-Snippets sind nicht zu unterschätzen. Du solltest jedem Beitrag, jeder Seite, jedem Bild, jeder Kategorie, jedem / jeder Autor_in und jedem Tag eine Beschreibung hinzufügen.

Der Titel und die Beschreibung sollten eine bestimmte Länge haben und aussagekräftig sein. Wie bereits erwähnt lohnt sich ein Blick auf bewährte Methoden. So sind derzeit Zahlen und sogenannte Power Words en vogue (z. B.: „8 Maßnahmen für eine sichere SEO-Strategie“)

Jedes Allround-SEO-Plugin sollte diese Funktion anbieten. Hier siehst du einen Screenshot aus Rank Math.

Screenshot SEO Einstellungen Meta Beschreibungen Snippet Google Rank Math
Screenshot Meta Description / Rank Math

Wie das Snippet auf Google dargestellt wird, kannst du im folgenden Screenshot sehen.

Screenshot SEO Einstellungen Meta Beschreibungen Google Snippet Vorschau Rank Math
Screenshot Meta Description Vorschau / Rank Math

Special-Tipp

Eingangs betonte ich bereits, dass weniger mehr ist. So ist es auch mit Beiträgen. Wenn du beispielsweise einen Blog mit mehreren Autor_innen betreust, kommen wöchentlich meist ein paar neue Beiträge dazu. Irgendwann ist der Blog so riesig, dass kein Mensch mehr durchsieht.

Neben unfassbar vielen Beiträgen kommen haufenweise Kategorien und Tags hinzu, die an sich keine schlechte Sache sind. Sie helfen dir dabei, deinem Blog eine bessere Struktur zu geben. Allerdings kann die übermäßige Erstellung von Tags und Kategorien Nachteile mit sich bringen.

Die Suchmaschinen schicken ihre sogenannten Bots vorbei, die deine Website crawlen. Das heißt, innerhalb einer bestimmten Zeit X werden deine Seiten, Kommentare, Beiträge, Bilder, Links, etc. untersucht. Sofern du sie nicht vom Crawling ausgeschlossen hast.

Jeder Tag und jede Kategorie erzeugt eine neue URL, also eine neue Seite. Da kommt schon was zusammen, oder? Das kann zur Folge haben, dass nicht alle deine Seiten gecrawlt und somit bewertet werden. Der Bot schaut, was er innerhalb der Zeit X alles zu fassen bekommt und so haben einige wichtige Seiten vielleicht das Nachsehen, weil der Bot es nicht bis zu ihnen geschafft hat, da die „Besuchszeit“ nicht ausreichte.

In einem solchen Fall überlege dir, ob du den Besen in die Hand nimmst und richtig reine machst. Eine Webseite, die keine Relevanz (mehr) hat, kann entweder weg oder sollte aktualisiert werden.

Kategorieseiten könntest du mit einer Beschreibung einen Mehrwert verleihen. Achte darauf, dass es keine Konkurrenz zwischen einer Kategorieseite und einer „normalen“ Seite gibt (Stichwort: Keyword Kannibalismus).

Ein Beispiel: In meinem Musikblog habe ich die Kategorie „Neue Alben“ für alle Beiträge, die sich mit neuen Alben beschäftigen, erstellt. Zudem gibt es eine eine Webseite, die sich „Neue Alben“ nennt. Hier habe ich alle neuen Alben aufgelistet. Versuche, so etwas zu vermeiden. Wenn du beides benötigst, kannst du es mit einem Canonical Link probieren, um den Suchmaschinen klar zu machen, welches der relevantere Inhalt ist.

Eine Entschlankungskur kann langfristig einen positiven Effekt auf die Sichtbarkeit deiner gesamten Website haben.

Aber Vorsicht! Überprüfe vorher, ob die jeweilige Seite über wertvolle Backlinks verfügt. Wenn dem so ist, richte eine 301 Weiterleitung ein oder überarbeite die Seite.

Schlussbemerkung

WordPress SEO ist etwas, das nie endet und sich aus einer Kombination unterschiedlicher Werkzeuge zusammensetzt. Mit Hilfe von Plugins lassen sich einige Maßnahmen vereinfachen. Sie ersetzen jedoch nicht das eigene Denken, deine Intuition und deine Erfahrungen.

Nur weil dir das Yoast-SEO-Plugin oder Rank Math sagt, dass du bei einem Beitrag oder einer Seite 100 von 100 möglichen SEO-Punkten erreicht hast, heißt es nicht, dass dein Beitrag automatisch auf der ersten Seite in den Suchmaschinen auftaucht. Es heißt aber auch nicht, dass du mit deinem Beitrag falsch liegst, wenn du auf die richtige Suchintention gesetzt hast.

Die von mir angeführten Maßnahmen, um WordPress-SEO umzusetzen, sind relativ schnell zu erledigen. Neben diesen kurzfristigen Verbesserungen solltest du dir überlegen, was langfristig deine Strategie sein soll, um dein Business anzukurbeln. Die hier empfohlenen SEO-Maßnahmen sind Taktiken, um deine langfristigen Ziele zu erreichen.

Ein weiterer Tipp bezieht sich auf deine eigenen Reaktionen, wenn du im www unterwegs bist: Worauf springst du an? Was gefällt dir? Worüber ärgerst du dich? Warum klickst du ein Suchergebnis an? Dein Verhalten ist nicht das Maß aller Dinge, aber diese Erkenntnisse können dir helfen, deine Website besser zu machen. Lerne von dir selbst lautet die Devise.

Wenn du dein WordPress SEO verbessern möchtest, solltest du die Search Console und ein Analyse-Tool nutzen, um Daten in der Hand zu haben. Ich habe dir grad dazu geraten, von dir selbst zu lernen. Jedoch: Vermeide, dass du dich selbst trackst. Das verfälscht deine Analyse-Daten. Naja, das ist ein anderes Thema. Zudem solltest du darauf achten, datenschutzkonforme Analyse-Tools zu nutzen. Ich setze mittlerweile auf Matomo.

Versuch macht somit klug, finde deinen eigenen SEO-Weg!

PS: Wenn du bis hier her gekommen bist, hast du dir von mir auf jeden Fall 8 von 10 SEO-Punkten verdient. Die letzten zwei kannst du dir verdienen, indem du nun ins Handeln kommst!


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Nix verpassen: Gönn dir weiteren SEO-Input

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Ausführliche Artikel über nützliche SEO-Plugins:

Die 18 besten SEO-Plugins für WordPress in 2021 (und 3 Geheimtipps). – Blogmojo

Beste SEO-Plugins für WordPress (und unverzichtbare SEO-Tools). – Kinsta

So sieht eine gute Meta Description aussieht:

Wie schreibst Du die ideale Meta Description? – Ryte

Was es mit Mobile First auf sich hat:

Mobile First Design – Es ist Zeit umzudenken. – Meltwater


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