Beitragsbild Marketing Mix - die vier Ps für dein zukunftssicheres Business

Marketing Mix: Die 4Ps für dein zukunftssicheres Business

Hier bekommst du eine Anleitung, wie du deinen individuellen Marketing Mix erstellst und wie sich dieser auf deiner Website visualisieren lässt. Inklusive Definitionen und Beispielen!

Du wirst erfahren:

  • Was ein Marketing Mix ist.
  • Welche Ps dazu gehören.
  • Was zum erweiterten Marketing Mix gehört.
  • Wozu du ihn brauchst und warum er für dein Unternehmen wichtig ist.
  • Wie du ihn erstellst.
  • Was der Marketingmix für deine Website bedeutet.

Ich hoffe, du hast Zeit mitgebracht.

Los geht´ s!

Warum ich diesen Beitrag schreibe

Theoretisches Zeug, bei dem mir der praktische Bezug fehlt, bringen mir nichts. Ich kann mir das Thema nicht erschließen und trete auf der Stelle.

Das ging mir im Online-Marketing auch manchmal so, wenn ich mir Webinare angesehen oder an Workshops teilgenommen habe. Daher war es mir hier ein besonderes Anliegen, der Theorie vom Marketing Mix Anwendungsfeeling einzuhauchen.

Es lässt sich viel über Online Marketing und den neuen heißen Scheiß erzählen. Wenn jedoch nicht klar ist, warum wir bestimmte Themen im Marketing bearbeiten müssen und wie eine praktische Umsetzung aussehen kann, begreifen es die wenigsten. Wir langweilen uns und steigen gedanklich aus. Deswegen wirst du hier auf die einfache Tour lernen, wie du richtig mixt!

Überlasse im Marketing nichts dem Zufall!

Wenn du dich mit Marketing beschäftigst, wirst du schnell feststellen, dass das Gebiet sehr umfangreich ist.

Ein zentrales Thema ist der Marketing Mix – du brauchst einen gut durchdachten Marketingmix, um einen soliden Boden für dein Business zu legen.

Es ist wichtig, deine Marketingmaßnahmen gut zu planen und aufeinander abzustimmen. Denn wenn du es dem Zufall überlässt, ob deine Aktivitäten Früchte tragen werden, verschenkst du deine Chance auf ein erfolgreiches Business!

Da sich bei mir alles um Websites dreht, sehe ich hier eine offensichtliche Verbindung:

Je intensiver du dich mit dem Marketing Mix beschäftigst, desto genauer weißt du, was du auf deiner Website kommunizieren willst. Mehr dazu findest du weiter unten im Artikel, inklusive anschaulicher Grafik.

Alle hier vorgestellten Instrumente haben einen direkten oder indirekten Bezug zu deiner Website.


Inhaltsverzeichnis

Einleitende Worte: Was zählt zum Marketing Mix?
Definition Marketing Mix

Warum der Marketing-Mix wichtig ist
Bevor du richtig mixen kannst: Die Vorarbeiten

Theoretischer Teil

Die 4Ps im Marketingmix

Produktpolitik
Was ist Produktpolitik?
Fragen zum Thema Produktpolitik

Preispolitik
Was ist Preispolitik?
Warum können Preise für Dienstleistungen stark variieren? Ein Beispiel.
Fragen zum Thema Preispolitik

Distributionspolitik (Platzierung, Ort)
Was ist Distributionspolitik bzw. Vertriebspolitik (Platzierung)?
Welche Vertriebskanäle gibt es?
Fragen zum Thema Distributionspolitik

Kommunikationspolitik (Promotion, Werbung)
Was ist Kommunikationspolitik (Promotion)?
Instrumente der Kommunikationspolitik
Fragen zum Thema Kommunikationspolitik

Der erweiterte Marketingmix

Personalpolitik (People)
Prozesspolitik (Process)
Ein Beispiel aus dem Bereich Prozess- und Personalpolitik
Ausstattungspolitik (Physical Evidence)

Praktischer Teil

So wendest du den 4P Marketingmix auf deiner Website an

Schlussbemerkung
Grafik: Der Marketing-Mix auf einen Blick
Weiterführende Links

Lesezeit: ca. 15 Minuten


Einleitende Worte: Was zählt zum Marketing Mix?

Dazu zählt Produkt-, Preis,- Distributions- und Kommunikationspolitik.

Sie sind auch unter der Bezeichnung 4P Marketing bekannt: Produkt, Preis, Platzierung und Promotion. Oftmals wird auch die englische Schreibweise verwendet: Product, Price, Place, Promotion.

Der klassische 4P Marketing Mix wird mittlerweile durch weitere 3 Ps ergänzt. Dazu zählen: Personalpolitik (People), Prozesspolitik bzw. -management (Process) und Ausstattungspolitik (Physical Evidence / Facilities).


Definition Marketing Mix

Der Marketingmix setzt sich aus On- und Offline Marketing-Aktivitäten zusammen, die dazu beitragen, festgelegte Marketing-Ziele zu erreichen. Dazu zählen die vier Säulen Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik (Platzierung) und Kommunikationspolitik (Promotion). Diese Bereiche müssen gut aufeinander abgestimmt werden, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Diese 4 Ps sind somit 4P Marketinginstrumente.


Warum der Marketing-Mix wichtig ist

Warum Marketing Mix?

Weil er dir dabei hilft, dein komplettes Marketing gut und sicher aufzustellen. Zum einen gibt er dir eine gute Grundlage, um ein abgestimmtes bzw. einheitliches Bild von dir und deinem Unternehmen / deinem Projekt nach außen zu tragen. Zum anderen trägst du mit dem Marketing Mix so gut wie alle nötigen Informationen für deine Website zusammen.

Mit ihm gelingt dir eine gute Positionierung im Markt. Dein Angebot lässt sich wunderbar auf deine Zielgruppen zuschneiden, der Mehrwert wird in vollem Glanze erstrahlen! Die Voraussetzung ist allerdings, dass du dich mit den Vorarbeiten beschäftigt hast. Darauf gehe ich in Kürze ein.

Aber nicht nur dafür ist der Mix wichtig. Er wird dann notwendig, wenn du Gelder in Form von Krediten o. ä. beantragen möchtest. In einem Businessplan sollte stehen, wie du im Marketing aufgestellt bist und was deine Strategie ist.

Wenn du nicht vor hast, einen Businessplan zu schreiben, solltest du trotzdem einige Fragen zum Thema Marketing beantworten können.

Deine Strategie basiert auf der Produkt-, Preis,- Distributions- und Kommunikationspolitik. Du solltest dich mit jedem einzelnen Bereich beschäftigen, weil sie sich gegenseitig bedingen und dir ein stabiles Fundament geben sollen, auf dem dein Business steht.

Ich möchte an dieser Stelle noch hinzufügen, dass Marketing mehr als nur Werbung ist. Folgst du dem Prinzip, deine Kundschaft und nicht dein Produkt oder deine Dienstleistung in den Fokus zu stellen, handelst du nach den klassischen Grundsätzen des Marketings. Behalte das im Hinterkopf.

Es geht darum, die Bedürfnisse, Wünsche und Probleme deiner Kundschaft zu kennen und diese anhand von Serviceleistungen und Produkten zu stillen oder zu lösen.

4 Ps und 4 Ks im Marketing Mix Marketinginstrumente
Gut aufgestellt mit den 4 Ps // Foto: Tono Graphy / Unsplash – erstellt mit canva.com

Wenn du dein gesamtes Business also auf deine Kundschaft ausrichtest, ist das Marketing. Und wie schon erwähnt: Dein Marketingplan ist der Kern deines Businessplans!

Wenn du jetzt sagst: „Businessplan? Brauche ich nicht. Ergo brauche ich keinen Marketing Mix!“, dann darfst du dich nicht wundern, wenn am Ende nicht viel dabei rauskommt. Warum das so ist, wirst du im Laufe des Beitrags erfahren.


Bevor du richtig mixen kannst: Die Vorarbeiten

Bevor du dir konkrete Gedanken zum Marketing Mix machen kannst, solltest du klar beschreiben können…

  • …was dein Produkt oder dein Service ist.
  • …welches der Nutzen für deine Kundschaft ist.
  • …wer deine Ziel- bzw. Bedarfsgruppen sind (wer profitiert von deinen Produkten / Dienstleistungen?).

Ebenfalls solltest du einen Blick auf…

  • …den Gesamtmarkt
  • …das Marktpotential
  • …die Konkurrenz

geworfen haben. Diese Bereiche sind der Marktanalyse zuzuordnen.

Ein Blick reicht um ehrlich zu sein nicht aus. Du solltest eine ausführliche Analyse durchführen, denn nur so kannst du herausfinden, ob es überhaupt einen Markt für dein Produkt / deine Dienstleistung gibt. Ferner findest du heraus, wie hart dieser Markt umkämpft ist und wie gut deine Chancen stehen, dir deinen Platz im Markt zu sichern. Konkurrenz belebt das Geschäft, allerdings solltest du den Wettbewerb gut einschätzen können.

Kurz gesagt: Mit deinem Marketing-Konzept stellst du dar,

  • wie du den Markteintritt organisieren willst und
  • wie du das in der Marktanalyse angestrebte Marktpotenzial erschließen möchtest.

Und nun sind wir beim Kernthema! Zu deinem vollständigen Marketingkonzept gehören folgende Bausteine, die aufeinander abgestimmt werden müssen und den Marketing-Mix bilden:

Auf der Seite einer / eines Anbieter_in stehen also die vier Ps

  • Produktpolitik
  • Preispolitik
  • Distributionspolitik (Platzierung, Vertrieb)
  • Kommunikationspolitik (Promotion)

Dem gegenüber auf Kund_innenseite stehen die vier Ks

  • Kund_innenbedürfnis
  • Kosten
  • Komfort
  • Kommunikation

Wenn du z. B. fair produzierte Handtücher aus Bio-Baumwolle produzierst, dann musst du das deiner Bedarfsgruppe ganz klar kommunizieren. Dein Produkt wird teurer sein, als herkömmliche 0815-Handtücher. Vielleicht willst (solltest?!) du deinen Vertrieb auch nachhaltig gestalten und lässt nur gut bezahlte Fahrradkuriere oder mit Öko-Strom fahrende Postautos dein Produkt ausliefern?


Was ist Produktpolitik? (Product)

Unter Produktpolitik fallen sämtliche Maßnahmen, die sich mit dem Leistungsangebot von Produkten und Dienstleistungen befassen. Hauptbestandteil aller Aktivitäten ist somit dein Produkt oder deine Dienstleistung selbst. Sie hat das Ziel, die Wünsche und Bedürfnisse deiner Kundschaft mit den jeweiligen Produkten und Dienstleistungen deines Unternehmens zu verknüpfen.

Hier weißt du bereits, welches deine Produkte / Dienstleistungen sind. Nun geht es darum herauszufinden, ob du genau ein Produkt oder eine Dienstleistung oder mehrere Produkte und / oder Dienstleistungen anbieten möchtest (Ein- oder Mehrproduktstrategie). Werden deine Produkte je nach Zielgruppe in unterschiedlichen Formen angeboten (Produktvarianten)? Wirst du Produkte und Dienstleistungen miteinander kombinieren?

Wirst du dein Produkt ständig weiterentwickeln (müssen), weil es ein technisches Produkt ist? Oder handelt es sich um eine Software? Dann könnten zu deinem Produkt regelmäßige Updates fällig werden, die deine Kundschaft braucht.

Bedenke, dass jedes Produkt ein Minimum an Service benötigt. Versand, Reklamationen und Rückfragen zum Produkt erledigen sich nicht von selbst.

Aufmerksamkeit solltest du dem Produktlebenszyklus widmen. Dieser unterteilt sich in fünf Phasen:

  • Einführung
  • Wachstum
  • Reife
  • Sättigung
  • Rückgang (Degeneration).

Im Bereich der Mode lassen sich diese Phasen besonders gut beobachten. Sie zeigen dir von der Markteinführung bis zum Marktaustritt, wie sich der Absatz und der Umsatz in jeder einzelnen Phase entwickelt.

Mache dir so viele Gedanken wie möglich über deine Produkte und Dienstleistungen, vor allem in Bezug auf diese Themen:

  • Funktion
  • Varianten
  • Verpackung
  • Design
  • Qualität
  • Garantie
  • Service
  • Marke

Fragen zum Thema Produktpolitik

  • Decken deine Angebote die Bedürfnisse deiner Kundschaft ab?
  • Welche Eigenschaften muss dein Produkt / deine Dienstleistung haben, um die grundlegenden Bedürfnisse deiner Kundschaft abzudecken?
  • Welches deiner Produktes / deiner Dienstleistung ordnest du welcher Kund_innengruppen zu?
  • Berücksichtigt deine Produktpolitik nachhaltige Aspekte? Wenn nicht, warum nicht?

Was ist Preispolitik? (Price)

Bei der Preispolitik geht es um die Analyse, Festsetzung und Kontrolle von Preisen und Konditionen deiner Produkte oder Dienstleistungen. Ziel ist es, für dein Unternehmen ideale Preise zu finden, die zu deinen Unternehmenszielen passen. Sie sollten so festgelegt werden, dass deine Zielkundschaft bereit ist, deine Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen.

Wenn du dir Gedanken über deine Preispolitik machst, solltest du einen guten Überblick darüber haben, welcher Preis am Markt üblich ist und akzeptiert wird. Natürlich musst du dazu wissen, welche Leistung oder welches Produkt du mit einem bestimmten Preis X auszeichnest und warum. Du solltest wissen, wie die Zahlungsbereitschaft deiner Kundschaft aussieht.

Der Wert deiner angebotenen Leistung oder deines Produkts hängt vom Nutzen für deine Kundschaft ab. Je besser bzw. je höher der Nutzen, desto zahlungsbereiter wird deine Kundschaft in der Regel sein. Bei der Preisfindung musst du natürlich deine gesamten Fixkosten und Herstellungskosten im Blick haben.

Über den Nutzen und den Mehrwert deiner Leistungen oder deiner Produkte solltest du dir bereits im Klaren sein, denn das war eines der Kernthemen im Bereich „Dienstleistung / Produkt“.

Warum können Preise für Dienstleistungen stark variieren? Ein Beispiel.

Ich möchte dir ein Beispiel aus dem Bereich geben, in dem ich mich u. a. aufhalte: der Website-Erstellung.
Angenommen, du brauchst eine Website für dein neu gegründetes Business. Wenn du im Internet danach suchst, wirst du überwältigt sein von der Anzahl an Angeboten. Wahrscheinlich weißt du anfänglich gar nicht, worauf es bei einer Website ankommt.

Du machst dich also schlau und stellst zudem fest, dass die Preise stark variieren. Vermutlich zwischen ein paar hundert Euro bis hin zu ein paar tausend Euro. Du hast herausgefunden, dass du nicht nur „irgendeine“ Website haben willst, sondern eine, die zu dir und deinem Unternehmen passt. Eine, die deine Zielgruppe im Internet findet und die dir Umsatz beschert. Das ist ein großer Nutzen für dich und deswegen wirst du sehr wahrscheinlich bereit sein, einen höheren Preis für die Leistungen zu zahlen. Denn „irgendeine“ Website, die zwar optisch da ist, aber von niemandem gefunden wird und inhaltlich nicht überzeugt, ist wertlos.

Ich als Dienstleisterin, die die Erstellung von Websites anbietet, sollte den Mehrwert natürlich gut herausarbeiten und im Online Marketing Beratungsgespräch vermitteln.

Warum kann ich auf meiner eigenen Website keine genauen Preise für diese Dienstleistung angeben? Welche Vorarbeiten sind nötig, bevor eine Website online gehen sollte? Dazu habe ich einen ausführlichen Blogbeitrag geschrieben, der sich mit SEO (Suchmaschinenoptimierung) und WordPress beschäftigt.

Fragen zum Thema Preispolitik

  • Mit welchem Preis / mit welchen Preisen willst du dich positionieren?
  • Was ist deiner Kundschaft der Nutzen deiner Dienstleistung oder deines Produktes wert?
  • Hast du die Zahlungsbereitschaft deiner Bedarfsgruppen genau unter die Lupe genommen?
  • Wie bildest du den Endverkaufspreis? Welche Kriterien sind dir wichtig?
  • Möchtest du mit Mengenrabatten, Skonto, kostenlosem Versand arbeiten?
  • Möchtest du den Markt mit niedrigen Preisen durchdringen oder ist dein Ziel, von Anfang an einen hohen Ertrag zu erzielen?

Was ist Distributionspolitik bzw. Vertriebspolitik? (Place)

Die Distributionspolitik beschäftigt sich mit allen Fragen rund um den Weg deiner Produkte oder Dienstleistungen zur Kundschaft.

Nun musst du dir Gedanken über die Vertriebswege und die Logistik deiner Produkte und / oder Dienstleistungen machen. Es geht um die Platzierung: Welche Kanäle möchtest du nutzen, um deine Angebote deiner Kundschaft anzubieten? Es geht nicht nur darum, was du möchtest – es geht vor allem darum, wo sich deine Zielgruppen aufhalten!

Wenn du ein hippes Produkt für Teenager anbietest, wirst du diese Menschen eher auf digitalem Wege via Tik Tok oder Instagram erreichen und weniger am Samstag Abend mit einer TV-Werbung auf ARD.

Der logistische Bereich umfasst z. B. die Beschaffung und Verteilung deiner Produkte, die Sicherstellung von Transport, Lagerung, etc. Alle Aufgaben, die hier anfallen, müssen gesteuert und kontrolliert werden.

Man unterscheidet zwischen direkten und indirekten Vertriebswegen.

Direkte Vertriebswege: Verkauf deiner Waren und Dienstleistungen direkt an Endverbraucher_innen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Unternehmen oder Privatpersonen handelt.

Indirekte Vertriebswege: Verkauf deiner Waren und Dienstleistungen über andere Vertriebsplattformen / Vermittler_innen.

Eine Mischung dieser beiden Vertriebswege ist natürlich möglich. Beachten solltest du dabei, dass beim indirekten Vertrieb in der Regel Provisionen fällig werden, die du wiederum bei deiner Preispolitik auf dem Schirm haben solltest.

Ich bin ein Fan davon, intensive SEO zu betreiben. Warum? Weil ich Online-Shops oder Dienstleistungswebsites bessere Rankings bei Google verpassen will. Weil ich möchte, dass meine potenzielle Kundschaft zu mir kommt und ich nicht Klinken putzen gehen muss. Außerdem ist das ein guter Weg, um die Ausgaben für Suchmaschinenwerbung (SEA) und Provisionen zu reduzieren.

Du musst entscheiden, ob du die Kapazitäten und das Know-How besitzt, deinen Vertrieb selbst in die Hand zu nehmen oder einen externen Dienstleister beauftragst.

Welche Vertriebskanäle gibt es?

Indirekte Vertriebskanäle (Auswahl)

  • Fremde Einzelhandelsgeschäfte
  • Fremde Online-Plattformen
  • Fremdes Vertriebspersonal, die Provision bei erfolgreichem Abschluss fordern
  • Großhandel, um z. B. Einzelhändler_innen zu erreichen

Direkte Vertriebskanäle (Auswahl)

  • Eigenes Geschäft
  • Eigener Online-Shop / eigene Dienstleistungswebsite
  • Angestellte Verkaufsmitarbeiter_innen, die u. U. die potentielle Kundschaft vor Ort besucht

Fragen zum Thema Distributionspolitik

  • Über welche Vertriebskanäle soll dein Produkt oder deine Dienstleistung abgesetzt werden?
  • Welche deiner Zielgruppen erreichst du mit den ausgewählten Vertriebskanälen?
  • Welche Anforderungen muss dein Vertrieb erfüllen, um deine Marketingstrategie umzusetzen?
  • Wie wirst du deinen Vertrieb strukturieren? Was kannst du / dein Unternehmen selber machen und wobei brauchst du externe Unterstützung?
  • Existieren bereits Vertriebswege (Kooperationen), die du nutzen kannst?
  • Hast du Zeit- und Kostenfaktoren bei der Kund_innenaquise berücksichtigt?
  • Berücksichtigst du den Aspekt der Nachhaltigkeit?

Was ist Kommunikationspolitik? (Promotion)

Die Kommunikationspolitik plant, lenkt und analysiert die Kommunikation zwischen deinem Unternehmen und deinen Zielgruppen. Darüber hinaus umfasst sie alle Maßnahmen zur Übermittlung von Unternehmenszielen und Informationen inner- und außerhalb deines Unternehmens.

Eins ist klar: Ein Produkt oder eine Dienstleistung kann nur gekauft werden, wenn man weiß, dass es existiert und / oder gefunden wird (im Internet oder Offline). Du musst deine potenzielle Kundschaft also auf dich und deine Produkte und Dienstleistungen aufmerksam machen. Nutze dafür alle in Frage kommenden Kanäle und Möglichkeiten!

An dieser Stelle solltest du alle Instrumente aufführen, mit denen du den Kontakt zur Kundschaft herstellen und vertiefen möchtest.

Instrumente der Kommunikationspolitik

  • Werbung in den Medien (Kino, Presse, Radio, TV, Internet)
  • Direktes Marketing (thematisch passende Mails an deine Newsletter-Abonnent_innen, Telefonmarketing, online, etc.)
  • Präsenz auf Messen, Ausstellungen, Tagungen, Konferenzen, Meetups etc.
  • Podcasts
  • Social-Media-Kanäle
  • PR (gesponserte Beiträge in Fachmagazinen (print und online), Blogs, Vergleichswebsites etc.)
  • Kooperationen (mit Unternehmen oder Personen, die dich ihrer Kundschaft empfehlen)

Kommunikation kann unter Umständen richtig ins Geld gehen und Zeit fressen. Daher solltest du diesen Punkt immer gut unter Kontrolle haben. Warum? Wenn du dauerhaft mehr ausgibst, als du einnimmst, kann dich das finanziell ruinieren. Besonders zu Beginn deiner Selbstständigkeit solltest du am besten monatlich aufschreiben, welche Einnahmen zu erwarten sind und welche Fixkosten du zu stemmen hast. Daraus ergibt sich dann das Budget, dass dir z. B. für Werbung zur Verfügung steht.

Passe deine Kommunikationsmaßnahmen an die Gewohnheiten deiner Bedarfsgruppen an. Das bedeutet, dass du wissen musst, mit wem du kommunizierst und wann diese Menschen auf den bevorzugten Kanälen zu finden sind.

Wenn du beispielsweise im B2B-Bereich unterwegs bist, liest deine potenzielle Kundschaft am Wochenende eher nicht deinen Newsletter. Auch am Montag stehen die Chancen schlecht, dass deine Mail aufmerksam gelesen wird. Das bedeutet: Informiere dich über die Zeiten, in denen deine Zielgruppen offen für deine Nachrichten, Informationen und Co. sind.

Achte zudem darauf, die richtigen Personen anzusprechen. Du solltest dir überlegen, wer letztendlich die Kaufentscheidung trifft. Versuche herauszufinden, wie die Unternehmensstruktur deiner potentiellen Kundschaft aussieht. Wer sammelt lediglich Informationen, wer hat Einfluss, wer trifft Entscheidungen? Wenn du z. B. bei LinkedIn werben möchtest, kannst du die gewünschten Personen mit einer passenden Werbebotschaft zielgenau erreichen.

Fragen zum Thema Kommunikationspolitik

  • Welche Kommunikationsstrategie verfolgst du? (Wann trittst du mit wem, wie, wo und warum in Kontakt? Siehe: Customer Journey.)
  • Welche Werbebotschaften sendest du / dein Unternehmen mit welchem Ziel?
  • Wie lenkst du die Aufmerksamkeit deiner Zielkundengruppe(n) auf dein Produkt / deine Dienstleistung?
  • Wie stellst du deine Werbebotschaften dar? (Visualisierung)
  • Welche Kommunikationsmaßnahmen passen zu deiner / deinen Zielgruppe(n)?
  • Wie gelangst du an Referenzkund_innen?
  • Welche Marketingmaßnahmen planst du zu welchem Zeitpunkt?
  • Welche Ausgaben fallen fürs Marketing an?
  • Kommunizierst du den Mehrwert von nachhaltigen Produkten? Wenn ja, wie?

Der erweiterte Marketingmix: 7PS

Weitere 3Ps für deinen Marketingmix

Marketing-Expert_innen waren der Meinung, dass sich der 4P Marketingmix nur unzureichend auf den Dienstleistungsbereich anwenden lässt. Aus dem Grunde wurden die 4Ps um 3Ps erweitert:

  • Personalpolitik (People)
  • Prozesspolitik bzw. -management (Process)
  • Ausstattungspolitik (Physical Evidence / Facilities).

Aus meiner Sicht sollte der komplette Marketingmix viel mehr die digitalen Aspekte mit einbeziehen. Sei kreativ und ziehe für dich was aus den folgenden 3 Ps.


Personalpolitik (People)

Die Pandemie hat dem digitalen Bereich einen richtig schönen Schub gegeben: Cloud- und Internet-Services, Messenger-Programme und Videokonferenz-Tools waren wahrscheinlich noch nie so gefragt wie heutzutage.

Unser Anspruch an hochwertige, (digitale) Produkte und an einen hervorragenden Service und Support ist hoch. Das gilt sowohl für den On- als auch für den Offline-Bereich: Da Leistungen im Dienstleistungssektor immateriell sind, suchen wir auch hier einen Maßstab, nach dem wir diese bewerten können.

Als Indikator dient hier die Qualität des Personals: Wie gut ist das Verkaufs-, Support- oder Service-Personal geschult? Wie wird mit Reklamationen via Chat, vor Ort, am Telefon oder per Mail umgegangen? Wie gut ist der Service, werden alle meine Wünsche erfüllt? Werde ich mit meinen Sorgen ernst genommen?

Die Personalpolitik ist also darauf ausgelegt, zuverlässiges und kompetentes Personal zu finden und dieses effizient einzusetzen.


Prozesspolitik (Process)

Hier geht es darum, reibungslose und zielgerichtete Prozesse rund um eine Dienstleistung oder um ein Produkt zu entwickeln. Darunter fällt z. B. die Herstellung oder der Erwerb (aus Kund_innensicht) solcher.

Es stellt sich vor allem die Fragen: Wie können wir eine Dienstleistung erlebbar machen? Das Ziel ist es, die Prozesse so kundenfreundlich wie möglich zu gestalten. Im Internet und in der Geschäftsstelle.

Ein Beispiel aus dem Bereich Prozess- und Personalpolitik

1. Vor einiger Zeit wollte ich mich für meine Eltern bei einem großen Telekommunikationsanbieter um die Anpassung des bestehenden Vertrags kümmern. Ich ging in eine Geschäftsstelle. Mir wurde zwar Auskunft über mögliche Tarife gegeben, aber abschließen bzw. ändern konnte ich den bestehenden Vertrag dort nicht.

Der Service-Mitarbeiter hatte laut eigener Aussage nicht die Berechtigung, den Vertrag anzupassen. Er konnte uns also nicht wirklich weiterhelfen. Ich war verwirrt. Von außen sah ich das grell leuchtende Logo des Anbieters. Ich dachte, was drauf steht, muss drin sein. Dem war nicht so. Ich habe es nicht verstanden, musste es aber akzeptieren. Wir hatten nun also einen neuen Auftrag: Große Telekommunikationsgesellschaft anrufen.

2. Am Telefon musste ich vorab diverse Informationen eintippen (Kundennummer, Telefonnummer, etc.) Dann durfte ich mit jemandem sprechen. Dieser Person musste ich alles, was ich zuvor mühevoll übers Telefon eingetippt hatte, noch einmal von vorne erzählen! Wie überflüssig!

Das Ende vom Lied war: Er konnte mir ebenfalls nicht konkret weiterhelfen. Hier erfuhr ich: Es gibt einen Pre-Select-Anbieter. Dieser Pre-Select-Vertrag muss durch uns gekündigt werden. Wie schön wäre es, wenn sich unser Hauptanbieter darum kümmern würde / könnte. Bei neuen Stromverträgen oder einem Krankenkassenwechsel geht das alles sehr bequem.

3. Nun gut, Pre-Select-Vertrag nicht ganz ohne Hürden gekündigt, Bestätigung darüber lag inzwischen vor. Zurück zu unserem Hauptanbieter. Zu guter Letzt habe habe ich dann noch den Chat genutzt, um endlich den neuen Vertrag in die Wege zu leiten.

4. Das Chat-Erlebnis war unterirdisch. Ich wollte zusätzlich zur Rechnung per Mail eine auf Papier, die zu meinen Eltern geschickt wird. Kein Problem, wurde mir gesagt. Bis heute ist keine Rechnung per Post angekommen…

Ihr seht, hier findet sogar eine Vermischung von Personal- und Prozesspolitik in Erster-Sahne-Manier statt! Ihr könnt nun sagen: Ach, das alles weiß man doch, von wegen Pre-Select-Vertrag und so. Tja, die ältere Generation tickt da etwas anders und ist oft überfordert und hilflos. Selbst mir standen bei dem ganzen Hin-und-Her am Ende die Haare zu Berge!

Service geht anders.


Ausstattungspolitik (Physical Evidence)

Zu guter Letzt kommen wir zur Ausstattungspolitik. Wie der Name schon andeutet, geht es darum, die Dienstleistung in einer bestimmten Umgebung optimal zur Geltung zu bringen. Die Wahrnehmung eines Produktes oder einer Dienstleistung soll somit auf eine bestimmte Art beeinflusst werden.

Ausstattungspolitik – Ein Beispiel: Wenn wir eine Armbanduhr produzieren, so hat diese Uhr an sich schon ein spezielles Design. Das Design gefällt der potentiellen Kundschaft oder nicht. Natürlich stellen sich zudem Fragen nach der Qualität des Materials, der Nachhaltigkeit, Garantien, usw. Allerdings hat man vom ersten Blick an eine Idee vom Produkt.

Eine Dienstleistung hingegen muss auf anderem Wege überzeugen, da sie nicht sichtbar ist. Dies kann mit Hilfe einer toll gestalteten Website oder einem zur Dienstleistung passend gestaltetem Büro / Verkaufsraum geschehen.

Es geht um die Ausstattung, das Design, die Architektur und ums Ambiente. Hier ergeben sich viele tolle Möglichkeiten, um sich von der Konkurrenz abzuheben.


So wendest du den 4P Marketingmix auf deiner Website an

So bringst du den Marketing-Mix auf deine Website! Grafik anfordern.
Erstellt mit canva.com

Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, wie sich der erarbeitete Marketing-Mix auf die Website überführen lässt. Die Umsetzung bzw. Visualisierung des Marketing-Mixes auf der Website ist natürlich nur ein Teil aller Anwendungsmöglichkeiten. Jedoch ist dieser Teil für dein (Online-)Business essentiell.

Damit möchte ich dir zeigen, dass sich die Erarbeitung eines guten Mixes definitiv lohnt. Solltest du jemals eine Website erstellen (lassen), hast du gleich einen groben Fahrplan, auf was zu achten ist.

Auf dem Bild siehst du den oberen Teil einer Beispiel-Startseite. Wenn du wissen möchtest, wie der Rest der Startseite aussehen könnte, fordere hier die komplette Grafik als PDF an. Sie erhebt inhaltlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut oder wende dich an info@webseitenliebe.de.
Fast geschafft – schau in dein Postfach, um die Anmeldung abzuschließen und um die Grafik zu erhalten. Danke!

Grafik „Marketing-Mix & Website“ anfordern

Wir verwenden Sendinblue als unsere Marketing-Plattform. Wenn Sie das Formular ausfüllen und absenden, bestätigen Sie, dass die von Ihnen angegebenen Informationen an Sendinblue zur Bearbeitung gemäß den Nutzungsbedingungen übertragen werden.


Schlussbemerkung

Um dich nun nach diesem Beitrag nicht total überfordert und planlos gehen zu sehen, rate ich dir zu folgendem:

Schaue dir einmal an, was in einen Businessplan gehört. Ich rate dir, dich in Ruhe und Schritt für Schritt durch die Themen zu arbeiten. So stellst du sicher, dass du dir über die wichtigen Dinge Gedanken machst und deine Marketingstrategie Hand und Fuß hat.

Ich persönlich arbeite gern mit Concept- und Kanban-Boards. Je nachdem, was ich visualisieren möchte. Es hilft beim Brainstormen und Planen. Außerdem lassen sich so Zusammenhänge bzw. Abhängigkeiten aufdecken.

Bei all dem Input, den man bei seinen Recherchen erhält, kann man leicht den Überblick verlieren. Ich rate stets dazu, den aktuellen Marketing-Zustand zu erfassen und zu analysieren (Bestandsaufnahme). Von dort ausgehend lassen sich viel einfacher alle weiteren Maßnahmen planen.

Eine solche Marketing-Bestandsaufnahme biete ich an – inklusive erste, allgemeine Optimierungsvorschläge.


Grafik: Der Marketing-Mix auf einen Blick

Schaubild 4 Ps im Marketing Mix | Webseitenliebe
Grafische Zusammenfassung: 4 Ps und 4 Ks – erstellt mit canva.com

Visualisieren und planen / Tools

In 9 Schritten zur erfolgreichen Kommunikationsstrategie. – Hubspot / Josephine Wick

Marketing-Mix: So finden Sie die richtige Mischung. – Hubspot / Kathleen Jaedtke

Businessplan – Der Fahrplan zum eigenen Unternehmen. – Existenzgründer

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