Newsletter erstellen Tipps | Inklusive Dos & Don’ts

Dieser Beitrag ist für alle, die gute Newsletter erstellen wollen, um mit ihrem Newsletter-Marketing erfolgreicher zu sein. Und für diejenigen, die mehr Spaß am E-Mail-Marketing haben wollen – der kommt nämlich automatisch, wenn Newsletter geöffnet werden und du Feedback erhältst.

Die Listen mit Dos & Don’ts geben dir einen schnellen Überblick über die Punkte, die wichtig sind.

Wenn du dich noch nie gefragt hast, an wen du deinen Newsletter zu welcher Zeit aus welchem Grund mit genau diesem Inhalt sendest, dann bist auch du hier richtig.


Lesezeit: ca. 12 Minuten

Warum E-Mail-Marketing?

Weil E-Mail-Marketing bzw. Newsletter-Marketing zu den tollsten und effektivsten Möglichkeiten gehört, mit deiner Kundschaft dauerhaft in Kontakt zu bleiben. Du kannst damit neue Produkte und Dienstleistungen anpreisen und verkaufen, Updates über dein Unternehmen teilen, Gutscheine versenden und vieles mehr.

Ein weiterer Vorteil des Newsletter-Marketings ist die recht einfache Bedienung eines Newsletter-Tools. Es gibt viele Online-Marketing-Instrumente, für die es etwas mehr Know-How und Zeit braucht, bis man diese nutzen kann. Aus meiner Sicht ist E-Mail-Marketing ein tolles Instrument, das relativ schnell einzurichten und zu bespielen ist.

Nutze die Chance, deine Kundschaft in treue Stammkund:innen zu verwandeln.

Wenn dein genutzter Social-Media-Kanal down ist oder du aus den Top-Rankings in den Suchmaschinen verbannt wirst, hast du immer noch deine E-Mail-Verteiler-Listen. Hege und pflege sie, sei gut zu deinen Abonnent:innen und nutze dieses Potenzial, indem du auf ein paar Dinge achtest.

Darum schreibe ich den Artikel. Um dir näherzubringen, dass es nicht so viel braucht, um einigermaßen gute Newsletter zu schreiben.

Mein Postfach platzt und mir der Kragen

Wer ein bisschen auf meiner Website rumgestöbert hat, weiß um mein Hobby (Stichwort: Musik). Heute Vormittag hatte ich die vermeintlich geniale Idee, meine Postfächer anzuschauen und auszumisten. Du musst wissen, dieses Hobby hat zur Folge, dass täglich unzählige E-Mails eintrudeln. E-Mails in Form von Newslettern, in die wir uns nie eingetragen haben. So ist das Business, ich habe es lange Zeit akzeptiert. Aber nun ist Schluss.

Verschenke kein Potenzial

Nach nur 10 Minuten war ich total genervt und stinksauer, weil gefühlte 95% der Mails so schlecht aufbereitet waren, dass der Kern des Inhalts gar nicht zu mir vorgedrungen ist. Verschenktes Potenzial auf der einen Seite, Zeitverschwendung auf beiden Seiten.

Wenn wir einen Blick auf die Branche (Musikbusiness) werfen, ist klar: Es könnten viele Menschen davon profitieren, wenn wir die Mail öffnen, lesen und über das Thema berichten würden. PR- und Booking Agenturen, Ticket-Kassen, Labels, Veranstaltungsräume, unsere Leserschaft und nicht zuletzt die Musiker:innen und die Person, die die Mail schickt.

Es geht hier ja nicht nur um uns – diese Mails erreichen unzählige Blogs, Magazine, Radiosender, etc.!

Du siehst also an diesem Beispiel, wie viel Potenzial hier verschenkt wird. Ich weiß nicht, wie du mit Newslettern und Mails umgehst, die dich nerven. Ich melde mich entweder vom Newsletter ab (sofern Abmeldelink vorhanden), markiere die Nachricht als Spam und richte Filter ein, um diese Mails direkt in den Müll zu schicken.

Es wird deutlich: du bekommst nicht immer eine zweite Chance, also mache es von Anfang an einigermaßen richtig.

Kein E-Mail-Marketing ohne Zustimmung!

Stinksauer war ich deshalb, weil wir zum einen – wie bereits erwähnt – gefühlte 98% aller Mails ohne unsere Zustimmung erhalten und zum anderen, weil es in gefühlten 80% der Mails keinen Newsletter-Abmelde-Link gibt.

Das ist nicht nur blöd für uns (konkret: für mich), sondern in rechtlicher Hinsicht doppelt unzulässig. Die DSGVO ist seit 2018 in Kraft! Das sei nur mal so am Rande erwähnt.

Kurzum: Newsletter ohne Zustimmung? Bitte lass es sein.

Das alles mag hart klingen, ich weiß. Ich weiß, dass es durch die DSGVO immer schwieriger wird, PR zu machen und die Reichweite zu erhöhen. Zumindest auf dem „klassischen PR-Weg“. Ich muss dazu sagen, dass wir uns grundsätzlich darüber freuen, informiert und zu Veranstaltungen eingeladen zu werden. Es gibt viele spannende Themen und einige schöne Newsletter, die wir gerne konsumieren.

Das Problem ist nur, dass es immer mehr Mails werden, die qualitativ nicht viel hergeben und uns die Sicht auf die für uns relevanten Themen nehmen. Damit gilt es umzugehen.

Ich will gar nicht behaupten, dass ich Expertin in Sachen E-Mail-Marketing bin. Ich habe aber eine Meinung, die ich hier gern mit dir teilen möchte.


Newsletter-Dont’s oder 16 Gründe, warum dein Newsletter nicht gelesen wird

Quick Tipps: Newsletter so schreiben, damit er auch gelesen wird
Foto: Markus Winkler / Unsplash – erstellt mit canva.com
  1. Du schickst jemandem deinen Newsletter ohne dessen Einwilligung zu.
  2. Du wählst nichtssagende Betreffzeilen wie „Newsletter Nr. 234“ oder „Pressemitteilung im Juli“.
  3. Der Newsletter-Inhalt hält nicht das, was der Betreff verspricht.
  4. Du wählst eine sehr kleine, unlesbare Schrift.
  5. Du lässt den / die Abonnent:in über den Zweck deiner Mail im Dunkeln.
  6. Du versendest eine Buchstabensuppe, die unleserlich und lieblos zubereitet ist.
  7. Du sendest jemandem den gleichen Inhalt 3x hintereinander zu …
  8. … d. h. Du betreibst nervig-aggressives E-Mail-Marketing, ohne Rücksicht auf Verluste.
  9. Du setzt helle Links auf hellen Hintergrund.
  10. Deine Mail blinkt und glitzert und lenkt vom Inhalt ab.
  11. Der Inhalt passt nicht zu den Interessen deiner Empfänger:innen.
  12. Du sprichst den / die Empfänger:in mit dem falschen Namen an.
  13. Deine Nachricht hat keine:n richtige:n Absender:in und wirkt unseriös.
  14. Du versuchst jemandem etwas zu verkaufen, der / die sich für News interessiert.
  15. Deine Nachricht landet im Spam.
  16. Dein Newsletter ist in einer Sprache verfasst, die deine Abonnent:in nicht versteht.

* ➔ Werbung. Ich benutze die Newsletter-Software von Sendinblue.

Was macht einen guten Newsletter aus?

Gute Newsletter zeichnen sich meiner Meinung nach u. a. dadurch aus, dass sie …

  • … mich mit den Informationen versorgen, die für mich relevant sind.
  • … sie persönlich geschrieben sind.
  • … sie einen Mehrwert bieten.
  • … mich erkennen lassen, warum ich Fan von genau diesem Newsletter bin.
  • … mich nicht überfordern oder langweilen.
  • … angenehm zu lesen sind.
  • … mir die Chance geben, mein Abonnement anzupassen.
  • … mir die Möglichkeit geben, mich mit einem Klick wieder abzumelden.

Welches Ziel verfolgst du mit deinem Newsletter?

Weißt du, welches Ziel du mit deinem E-Mail-Marketing bzw. deinen Newslettern verfolgst?

Alles, was du im Marketing machst, sollte ein bestimmtes Ziel haben. So ist es auch mit deinem E-Mail-Marketing.

Mögliche Ziele könnten sein …

  • … mehr Verkäufe erzielen
  • … mehr Besuche auf der Website generieren
  • … mehr Anfragen erhalten
  • … dich als Expert:in positionieren
  • … relevante Informationen teilen
  • etc.

Wenn du eine höhere Öffnungsrate, mehr Resonanz und glückliche Abonennt:innen haben willst, dann schau dir die folgende Liste an.

Newsletter-Dos

✔ Kläre vor der Newsletter-Anmeldung auf, was den / die Abonnent:in erwartet.
✔ Biete unterschiedliche Listen mit Themen an, für die man sich eintragen kann.
✔ Lege ein Ziel fest, das du mit der Mail erreichen möchtest.
✔ Finde ein spannendes Thema, über das du schreiben möchtest.
✔ Setze Schwerpunkte, überfordere deine Leser:innen nicht.
✔ Finde einen passenden und anregenden Betreff.
✔ Halte dich an das, was der Betreff verspricht.
✔ Bereite den Inhalt so auf, dass er übersichtlich und leicht zu konsumieren ist – lasse zwischen den Themen White Space, also Platz.
✔ Schreibe persönlich und authentisch, um Nähe zu erzeugen.
✔ Stelle einen Abmelde-Link bereit.
✔ Arbeite mit Formatierungen (fett, kursiv).
✔ Nutze Überschriften.
✔ Überlege dir einen Call to Action: Was sollen die Leser:innen tun? (Stichwort: Ziel deiner Mail).
✔ Hinterlege Kontaktdaten und einen Link zu deiner Website.
✔ Setze dich mit den Wünschen und Bedürfnissen der Empfänger:innen auseinander (siehe: biete unterschiedliche Themen an).
✔ Setze dich mit den unterschiedlichen Arten des E-Mail-Marketings auseinander.
✔ Akzeptiere, wenn sich jemand aus dem Verteiler austrägt.

Aus den Listen siehe oben könntest du bereits einige Rückschlüsse gezogen haben, warum du mit deinem E-Mail-Marketing nicht so recht vorankommst. Hier möchte ich ein bisschen näher auf bestimmte Umstände eingehen.

Darum gehört ein Abmelde-Link in den Newsletter

Wer fühlt sich schon gern belästigt? Du hörst richtig, ich spreche von Belästigung. Denn einige Menschen (ich gehöre dazu) empfinden das ungefragte Eintragen in eine Newsletter-Verteilerliste als Grenzüberschreitung.

Insbesondere dann, wenn man auf der eigenen Website ausdrücklich darauf hinweist, dass man NICHT einfach so in irgendwelche Verteiler aufgenommen werden möchte, sondern dass man vorher gefragt werden möchte. Wer glaubt, dass das irgendwie okay sei und davon ausgeht, dass diese Mails mit Kusshand geöffnet und gelesen werden, liegt falsch.

Grumpy Stimmung, wenn Newsletter unübersichtlich und schlecht geschrieben sind
Manchmal fühlt es sich so grumpy an…
Foto: Cyrus Chew / Unsplash

Wenn es zudem keine Möglichkeit gibt, aus dem Verteiler wieder herauszukommen, weil der besagte Abmelde-Link fehlt (oder bewusst nicht gesetzt wurde?), der macht sich keine Freunde (milde ausgedrückt). Hier kommt zudem das Gefühl der Machtlosigkeit ins Spiel.

Nun gibt es als Empfänger:in solcher Mails mindestens 7 Möglichkeiten:

  1. Ich akzeptiere das und erhalte Mails, die ich nicht haben möchte und bleibe ruhig (ommmmm).
  2. Ich akzeptiere das und bekomme Mails, die ich nicht haben möchte und rege mich jedes Mal auf (argh, grmpf).
  3. Ich schreibe dem / der Absender:in und hoffe, dass die Person mich aus dem Verteiler nimmt (sehr höflich, kostet allerdings Zeit).
  4. Ich blockiere den / die Absender:in (gute Idee).
  5. Ich lösche mein Mail-Postfach (ist es das Wert?).
  6. Ich lösche meine Website und gehe in den Ruhestand (Spaß).
  7. Ich mache Punkt 1-6 + mahne den / die Absender:in ab (krasser Schritt, kostet Zeit, ist aber legitim).

Wir wollen keinen Frust und miese Stimmung, oder?! Deswegen ist ein Abmelde-Link vom Newsletter das Mindeste, was man dem / der Empfänger:in bieten sollte.

Biete deinen Interessenten unterschiedliche Themen an

Stell dir vor, du interessierst dich für alles rund ums Wandern und bekommst von dem Outdoor-Laden deines Vertrauens jeden Tag mehrere Mails zu ganz unterschiedlichen Themen: Klettern, Raften, Kanufahren.

Findest du das gut? Möchtest du jeden Tag Zeit mit Dingen verschwenden, die dich nicht interessieren? Ich möchte das nicht. Die Folge wird sein, dass du dich vom Newsletter abmeldest. Verständlich.

Warum sollten deine Newsletter-Empfänger:innen anders drauf sein als du?

Lösche Abonnent:innen, die deine Mails nicht öffnen

Wenn du bemerkst, dass einige deiner Newsletter-Abonnent:innen deine Mails nie öffnen, solltest du dir überlegen, sie aus dem Verteiler zu nehmen.

Damit stellst du sicher, dass deine Ergebnisse zukünftig aussagekräftig sind und du hast einen Verteiler mit hochwertigen Kontakten in allen Phasen der Customer Journey.

Du kannst dir aber auch überlegen, ob du die Person persönlich anschreibst und fragst, welche Themen von Interesse sind. Bekommst du keine Antwort, kannst du sie immer noch aus deinem Verteiler löschen.


Teste meinen Newsletter

Um dich nun nicht im Regen stehen zu lassen, biete ich dir meinen Schirm in Form meines Newsletters an. Wenn du dich anmeldest, schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe:

1. du siehst, wie ein Anmeldeformular aussehen könnte und durchläufst den ganzen Anmeldeprozess und

2. du bekommst super Tipps für dein Online-Marketing.

Mein Versprechen: du kannst dich jederzeit wieder abmelden. 🙂

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