Website erstellen: Tipps für deinen Start | Webseitenliebe

Website erstellen: Tipps für deinen Start

Dieser Beitrag ist für alle, die eine (WordPress-)Website erstellen wollen und nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Du bekommst eine Übersicht über die wichtigen und nötigen Schritte, die vor der Erstellung deiner Website erfolgen sollten. Denn wer wild drauf los baut, wird vermutlich wenig Erfolg mit der eigenen Website haben. Daher müsste der Titel streng genommen „Website erstellen: Tipps vor dem Start“ heißen. 😉

Diese Tipps basieren auf eigenen Erfahrungen, die ich im Laufe der letzten Jahre mit unterschiedlichen Websites machte.

Mein Beitrag über WordPress-SEO baut auf diesem Beitrag auf und zeigt dir, welche Plugins und Einstellungen zur Verfügung stehen, um Suchmaschinenoptimierung mit WordPress zu machen.

Ich möchte dir hier viele Tipps an die Hand geben, damit du deine Schritte zur eigenen Website besser planen kannst. Außerdem möchte ihr dir zeigen, dass in einer erfolgreichen Website mehr als nur schönes Design stecken muss, um im Internet erfolgreich zu sein (Stichwort: SEO).


Lesezeit: ca. 7 Minuten

Gut geplant: Vorüberlegungen vor der technischen Umsetzung

Grundsätzlich ist es egal, mit welchem Tool du deine Website baust, denn Suchmaschinenoptimierung beginnt schon vor der Erstellung deiner Website. Sie sollte dich während und auch noch nach der Fertigstellung deiner Website beschäftigen.

Website erstellen: Was beachten?

Zu klären sind neben organisatorischen Dingen wie …

  • … wie viel Zeit habe ich für die Erstellung einer Website?
  • … habe ich das nötige Know-How und die Geduld für eine Umsetzung?
  • … wie viel Geld steht mir zur Verfügung?

auch Fragen, die den Kern deiner Website ausmachen werden.

Beantworte folgende Fragen

  • Wer bin ich? Welches sind meine Werte?
  • Was ist meine Dienstleistung oder mein Produkt?
  • Für wen ist diese Dienstleistung oder dieses Produkt gedacht?
  • Wie kann meine potenzielle Kundschaft das Produkt erwerben?
  • Wer ist meine Konkurrenz und wie kann ich mich von ihr abheben?
  • Welche Handlungen sollen meine Besucher_innen ausführen?
  • Was ist das Ziel meiner Seite?
  • usw.

Wenn du hier Klarheit hast, kannst du besser einschätzen, …

  • … wie deine Domain (www.meine-website.de) heißen soll.
  • … wie du mit deiner Kundschaft sprechen möchtest.
  • … wie deine Produktbeschreibungen lauten sollten.
  • … wie deine Menü- und Website-Struktur aussehen sollte.
  • … welche extra Features (z. B. Buchungskalender, Chat) du benötigst.
  • … welche Inhalte du brauchst.

Tipp: Setze dich mit dem MarketingMix auseinander. Die hier gestellten Fragen leiten sich daraus ab.

Was sollte eine Website leisten?

Meiner Meinung nach sollte eine Website in erster Linie folgende Kriterien erfüllen:

  • Sie sollte übersichtlich, leicht zu bedienen und zielführend sein.
  • Sie sollte schnell laden.
  • Sie sollte auf die richtigen Antworten für die Suchintention deiner Zielkundschaft haben.
  • Sie sollte für mobile Geräte optimiert und sicher sein.
  • Sie sollte mit ausreichend großen Schriften und kontrastreichen Farben ausgestattet sein.
  • Der Aufbau des gesamten Web-Auftritts sollte durchdacht und gut miteinander verlinkt sein.

Daher frage dich, wie viel Schnick-Schnack und Bling-Bling du wirklich brauchst. Muss es unbedingt ein Slider sein? Müssen es beidseitig beschriebene Elemente sein, die eigentlich nur auf dem Desktop mit Mouseover funktionieren? Müssen die Aufzählungszeichen unbedingt von links einfliegen?

Du willst deine Besucher_innen nicht verwirren, sondern elegant zum gewünschten Ziel (das Ziel bestimmst du!) führen.

Website-Ziele festlegen

Jede einzelne deiner Webseiten sollte ein bestimmtes Ziel verfolgen.

Die Startseite beispielsweise dient als Schaufenster in dein Unternehmen. Kurz und knapp muss klar werden, wer du bist und was du anbietest. Du entscheidest, wohin du deine Besucher_innen von dort aus lotsen möchtest.

Blogartikel sorgen in erster Linie für zusätzlichen Traffic. Du kannst dich als Expert_in positionieren, Einblicke in dein Geschäft geben, Anleitungen, Tipps und Tricks zur Verfügung stellen. Ein indirektes Ziel könnte sein, über einen Blogartikel anfragen zu generieren. Du kannst dort also auch gezielt Handlungsaufforderungen einbauen. Die Ausrichtung liegt bei dir.

Die Wahl eines Hosters

Bei einem Hoster mietest du deine Domain und Webspace. Wenn du die technische Wartung deiner Website auslagern willst, kannst du dir einen Hoster suchen, der WordPress-Hosting anbietet. (Oder du beauftragst mich.) Bitte schau dir vorher die Bewertungen im Netz an. Ich habe schon Erfahrungen mit Billig-Hostern machen dürfen und rate dir zu einer ausführlichen Recherche.

Warum ist das wichtig? Weil du am Ende vielleicht mit dem Service, den Leistungen oder dem Support unzufrieden bist und den Hoster wechseln möchtest. Das ist ein Aufwand, der mitunter technisches Know-How erfordert und höchst nervig sein kann. Spar dir das, indem du vorher Zeit investierst.

Das sollte der Hoster im Gepäck haben (Auswahl):

  • Leicht zu bedienendes und schnelles Hosting-Backend
  • SSD-Festplatten
  • Klick-Einrichtung von SSL-Zertifikaten (Rankingfaktor, kein Kontaktformular ohne SSL!)
  • Serverseitiges Caching, um die Ladezeiten gering zu halten
  • Tägliche Backups
  • Einfache Wiederherstellung von Backups, falls du deine Seite „kaputtgespielt“ hast
  • Testumgebung (Staging-Umgebung), um WordPress-SEO-Plugins vorab zu testen oder Theme-Aktualisierungen auf Funktionalität zu prüfen

So ein WordPress-Hoster hat den Vorteil, dass dir viele Arbeiten abgenommen werden und du ohne technisches Wissen ein Backup (Sicherung) deiner Website einspielen kannst. Außerdem hast du eine_n verlässliche_n Ansprechpartner_in.

Bist du bereit, Zeit zu investieren?

Bevor ich nun auf die Wahl eines Themes eingehe, frage ich dich:

  • Wie fit bist du mit WordPress?
  • Wie viel Zeit hast du, um Themes und brauchbare Plugins zu recherchieren, zu installieren und einzurichten?
  • Wie viel Lust hast du, dich mit einer ausgiebigen Keyword-Recherche auseinanderzusetzen?
  • Wie geduldig bist du, um SEO-Ergebnisse abzuwarten?

Wenn du diese Fragen mit „wenig“ oder „gar keine“ beantwortest, brauchst du gar nicht weiterlesen. Denn das kann ich dir versprechen: Egal, ob du SEO selbst in die Hand nimmst oder dir externe Hilfe holst – du wirst zumindest etwas Zeit und Hirnschmalz investieren müssen.

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Website erstellen mit WordPress

WordPress ist ein Content Management System (CMS).

Die WordPress-Software ist kostenlos, kann auf dem Server deiner Wahl installiert werden und wird ständig erweitert und modernisiert. Um WordPress hat sich eine große Community gebildet, die es mitunter möglich macht, schnelle Hilfe im WordPress-Forum (bei mir geht es um selbstgehostetes WordPress, also .org) oder anderen Foren zu erhalten.

Ich bin WordPress-Fan und kann diese Software wärmstens empfehlen.

Auswahl eines Themes

Wenn du WordPress installiert hast, benötigst du ein Theme. Ein Theme stellt dir quasi das optische Grundgerüst deiner zukünftigen Website zur Verfügung. Insbesondere die Anpassungsmöglichkeiten von Menü, Footer und Sidebars werden von den Entwickler_innen eines Themes bestimmt.

Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Themes. Einige Themes sind in der Grundversion kostenlos und bieten ein kostenpflichtiges Upgrade an.

WordPress Themes suchen mit Hilfe der Filterfunktion
Screenshot: WordPress Themes (populär) im Backend. Optional: suchen mit Hilfe der Filterfunktion.

Suche dir ein Theme, das zu deinen Anforderungen und deinen Fähigkeiten passt (siehe oben). In WordPress kannst du unter „Design“ „Themes“ nach bestimmten Funktionen filtern, die dein Theme haben sollte.

Filtern von Funktionen in WordPress
Screenshot: Nach Funktionen eines Themes filtern in WordPress.

Kriterien könnten sein:

  • Du möchtest einen umfangreichen Blog aufsetzen, der gut strukturiert sein soll.
  • Du möchtest deine Blogbeiträge nach bestimmten Themen filtern können.
  • Das Theme soll schlank und leicht zu bedienen sein.
  • Der Footer soll mindestens drei Spalten haben.
  • Fonts sollen lokal laden.
  • Du willst viele Videos einbinden, die stylisch (z. B. mit einer Lightbox) dargestellt werden sollen.

Es gibt sehr schlanke und einfach zu bedienende Themes. Gute Beispiele sind die von WordPress. Mit dem Twenty Twenty-One Theme habe ich bereits mehrere schlanke Seiten gebaut. Wenn du gern etwas mehr Spielraum bei der Gestaltung deiner Webseiten hättest, kann ich dir das OceanWP-Theme oder Astra* (➔Werbung) empfehlen.

Achte darauf, dass die Entwickler_innen des Themes einen guten Support bieten. Neben persönlichem Support sind ein Hilfe-Forum sowie ausführliche Dokumentationen und FAQ hilfreich. Schau dich um und finde das Theme, das gute Bewertungen hat und zu dir und deinen Bedürfnissen passt.

Auswahl eines Pagebuilders

Ein Pagebuilder stellt bestimmte Elemente und deren Anpassungsmöglichkeiten des Designs zur Verfügung. Mit ihm baut man Webseiten. Elemente können u. a. Buttons, Icons, Testimonials, Überschriften etc. sein. Mit diesen Elementen kannst du eine Webseite individuell gestalten. Viele kostenpflichtige Themes haben bereits einen Pagebuilder in ihrem Paket integriert.

WordPress stellt einen kostenlosen Pagebuilder zur Verfügung: Gutenberg. Mit ihm lassen sich mittlerweile sehr ansehnliche Websites gestalten. Hier und da kommt er aus meiner Sicht designtechnisch allerdings an seine Grenzen. Um die oben von mir aufgezählten Kriterien einer gut funktionierenden Website zu erfüllen, reicht er aber allemal.

Brauchst du neben dem kostenlos integrierten Gutenberg-Pagebuilder also wirklich einen weiteren wie Elementor, WPBakery, Divi oder Cornerstone?

Bedenke: Weniger ist manchmal definitiv mehr. Deine Seite soll schnell laden und übersichtlich sein. Das Arbeiten mit einem Pagebuilder wie Elementor verführt dazu, möglichst viele Elemente einzubinden und diese sich bewegen und blinken zu lassen. Klar, das macht Spaß! Aber wenn es vom Wesentlichen ablenkt, dann ist das der falsche Weg, um ans Ziel zu kommen. Außerdem bläst er deine Website unnötig auf, was sich negativ auf deine Website-Ladegeschwindigkeiten auswirken kann.

Ich habe zum Thema Elementor einen ganz guten Beitrag von Dr. Web gefunden, der u. a. die Vor- und Nachteile aufführt.

Elemente des Elementor Pagebuilders WordPress
Screenshot: Kostenlose und kostenpflichtige Elemente des Elementor Pagebuilders in WordPress.

Auswahl eines Templates

Viele Themes halten bereits einige konkrete Design-Vorlagen für dich bereit. Das sind Templates, die du installieren und nach deinen Wünschen anpassen kannst. Es gibt Template-Sets zu kaufen. Das bedeutet, du bekommst ein einheitliches Design für alle deine Webseiten (Startseite, Service-Seite, Kontakt, Team, …).

Die Frage, die zu klären ist: Willst du mit Vorlagen (Templates) arbeiten oder deine einzelnen Seiten selbst gestalten?

Bedenke: Wenn du ein Template einfügst, solltest du die von dir ersetzten Bilder aus deiner Mediathek löschen.

Templates erstellt mit Pagebuilder Elementor WordPress
Screenshot: Templates erstellt mit dem Pagebuilder Elementor in WordPress. Per Klick direkt installierbar.

Was sind Plugins?

Plugins sind Erweiterungen bzw. Programme, die du in WordPress ganz einfach selber suchen, installieren und aktivieren kannst. Hier gibt es sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Versionen. Dazu zählt z. B. ein Plugin, um deine Seitenladegeschwindigkeit zu erhöhen oder eins für SEO-Optimierungen.

Wofür benötige ich Plugins?

Wenn du ein Kontaktformular oder einen Buchungskalender einbinden möchtest, lässt sich das bequem über ein Plugin lösen. Wenn du bei deinem Theme eine Funktion vermisst: suche nach einem Plugin.

Plugins suchen und aktivieren im Backend bei WordPress
Screenshot: Plugins suchen und aktivieren im Backend bei WordPress.

Fazit

Grundsätzlich spart man sich viel Arbeit und Kopfzerbrechen, wenn man „die Sache mit der Website“ von Anfang an „richtig“ angeht.

Dazu gehören in erster Linie klare Website-Ziele und eine Content-Strategie. Du brauchst also ein durchdachtes Konzept. Das Design und die Funktionen lassen sich von deinem Konzept ableiten. Zudem soll das Design einen hohen Widererkennungswert liefern.

Wenn du Unterstützung brauchst, melde dich bei mir.


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