SEO-Texte schreiben, die im Internet gefunden werden

Beiträge, die bei Google und Co. ganz vorne auftauchen, folgen bestimmten Regeln. Erfahre hier, welche es sind und schiebe so deine SEO-Texte in den Suchmaschinen weiter nach vorne. Du kannst das! 😉

Lesezeit: ca. 12 Minuten

In 6 Schritten zum SEO-Text, der für dein Zielpublikum relevant ist! Eine Anleitung.

Du willst SEO-Texte schreiben, die …

  • … ganz vorne in den Suchmaschinen auftauchen?
  • Du möchtest dadurch deine Website-Reichweite erhöhen (Website oder Blog), um mehr Traffic auf deine Website zu bekommen?

Dann bist du hier richtig. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du SEO-Texte erstellst, die von deinem Zielpublikum im Internet gefunden und geliebt werden.

Dabei spielt es keine Rolle, ob du einen Blogbeitrag oder eine Service-Seite erstellst, denn sie haben das gleiche Ziel: Sie sollen ein besseres Ranking bei Google als deine Konkurrenz erzielen!

Angela Beyer von www.webseitenliebe.de | Online Marketing Beraterin

Moin, ich bin Angela.

SEO und WordPress-Websites sind meine Leidenschaften. Wenn deine Texte noch nicht so gut ranken, wie du es dir wünschst, schreibe mir!


Grundregeln eines SEO-Textes

  • Du schreibst den Text in erster Linie für Menschen, verpasse ihm eine individuelle Note.
  • Diese Menschen haben ein bestimmtes „Problem“ (oder Wunsch, Bedürfnis), das mit Hilfe deines Textes gelöst werden soll.
  • Dein Text sollte die beste Antwort auf eine bestimmte Suchintention bieten.
  • Suchmaschinen müssen verstehen, worum es bei deinem SEO-Text geht.
  • Erstelle Inhalte, die langlebig (Evergreen Content), informativ, anschaulich und entspannt zu lesen sind.
  • Nimm dir viel Zeit für die Themen- und Keyword-Recherche und das Aufbereiten der Inhalte, anstatt schludrig jeden Tag irgendetwas Belangloses zu veröffentlichen.
  • Überlege dir, für wen der Text in welcher Phase der Customer Journey (Kund:innenreise) ist.
  • Habe Geduld, bis dein erstellter Text weit oben in den Suchmaschinen auftaucht.

Das Ziel eines SEO-gerechten Texts

  1. Deine Inhalte werden im Internet gefunden und angeklickt.
  2. Sie überzeugen die Besuchenden von deinen Leistungen und Produkten.
  3. Deine Texte führen dazu, dass eine Aktion ausgelöst wird (Anfrage senden, Produkt kaufen, Anruf tätigen, etc.).

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum SEO-Text für deine Website

1. Themen-Recherche

Den Zahn muss ich dir leider ziehen: Nicht immer sind die Themen, die einem am Herzen liegen, die beste Wahl. Zumindest nicht, wenn du mit deinem Blogbeitrag im Internet gefunden werden möchtest.

Das bedeutet: Finde ein Thema, das für dein Zielpublikum relevant ist. Es bringt nichts, sich 4.000 Worte lang über etwas auszulassen, was niemanden interessiert.

Brainstorming: Relevante Themen für Zielgruppen finden

Wenn du bereits ein Business am Laufen hast, höre deiner Kundschaft genau zu. Welche Probleme, Sorgen, Wünsche oder Bedürfnisse haben sie?

Wenn du in der Gründungsphase steckst kannst du (zudem) eine Umfrage im Freundes- und Bekanntenkreis starten. Überlege dir Fragen, die für dein Unternehmen oder Projekt wichtig sind.

Du kannst auch von deiner Konkurrenz lernen. Was kannst du dir von ihr abgucken, was kannst du besser machen?

Lege eine Tabelle an und notiere die großen Themen. Brainstorme, welche Begriffe oder Phrasen dein Zielpublikum in Bezug auf dein Thema außerdem eingeben könnten.


2. Keywordrecherche

Jetzt wird es spannend! Wir überprüfen anhand von konkreten Keyword-Abfragen, ob du mit deinen Vermutungen richtig liegst.

Suche dir ein Tool (Tipps siehe weiter unten), um deine gewählten Keywords abzufragen. Wird der Begriff überhaupt in die Suchmaschine eingegeben? Wie oft wird danach im Schnitt im Monat gesucht?

So können wir blitzschnell erkennen, ob dein Thema von Bedeutung ist. Wir sehen auch, wie groß der Wettbewerb auf dieses Keyword ist und wie teuer ein Gebot für dieses Keyword ist, wenn wir bezahlte Anzeigen schalten möchten.

Mit dieser Methode kannst auf andere Probleme im Zusammenhang mit deinem Thema bzw. Keyword stoßen, die dir vielleicht nicht bewusst waren.

Screenshot Keyword Recherche mit dem Google Keywordplanner Suche ausweiten
Keywordrecherche mit dem Google Keyword Planner
Screenshot Keyword Ideen Recherche mit dem Google Keywordplanner
Ähnliche Suchanfragen finden mit dem Google Keyword Planner

Tools für Keywordabfragen

Für einen ersten, schnellen Check hilft dir z. Bsp. das Karma-Tool.

Wenn du auf der richtigen Fährte bist, suche nach ähnlichen Keywords. Um einen größeren Einblick zu bekommen, bieten sich folgende Tools an:

  • Keywordplanner von Google (du brauchst ein AdWords-Konto)
  • Seobility oder Ubersuggest (3 kostenlose Abfragen täglich möglich)

Melde dich für meinen Newsletter an:

Hole dir die Informationen, die deine Website schöner, interessanter und bekannter machen.

Überblick über Keywords behalten

Speichere die Abfrage bzw. die Keyword-Ideen als CSV-Datei auf deinem Computer, öffne sie und füge den Inhalt deiner Tabelle (Strg + v) hinzu. Tipp: Öffne dafür ein neues Datenblatt und gib ihm einen aussagekräftigen Namen.

Screenshot Keyword-Ideen und Monitoring-Tabelle
Tabelle fürs Keyword-Monitoring anlegen
Screenshot Textimport aus CSV Datei in eine Tabelle
Einfügen des Inhalts aus deiner CSV-Datei in eine Tabelle

Jetzt kannst du die Suchbegriffe heraussuchen, für die du Inhalte erstellen möchtest. Da die Konkurrenz für Suchbegriffe mit einem hohen Suchvolumen meist groß ist, kann es mehr Sinn machen, sich auf Longtail-Keywords mit einem kleinen Suchvolumen zu konzentrieren.

Wirf auch einen Blick auf die W-Fragen. Die Menschen sprechen Suchanfragen in ihr Telefon, weswegen sich die Art der Suche in den letzten Jahren verändert hat. Weiterführende Literatur findest du dazu ganz unten.

Bearbeite je Webseite ganz genau ein Thema. Natürlich kannst du dein Thema ausschmücken und Bögen zu verwandten Themen spannen.

Tipp: Gebe das Keyword in die Suchmaschine ein. Schau dir die Beiträge der ersten Platzierungen zum Thema an. Überlege dir, was du besser machen kannst oder welche Punkte diese Beiträge nicht behandeln.

Wenn du bereits eine Website hast, solltest du dir zusätzlich die Suchanfragen in der Google Search Console ansehen.

Optimale Keyworddichte

Die einen sagen dies zur Keyworddichte (Keyword Density), die anderen sagen das. Ich halte es wie folgt: ich nutze mein Hauptkeyword nach Gefühl und baue Synonyme ein, versuche es aber nicht zu übertreiben. Dann beobachte ich, wie sich das Ranking entwickelt. Wenn ich nicht zufrieden bin, überprüfe ich meinen Beitrag und verändere ihn.

Optimale Textlänge

Das ist pauschal nicht zu beantworten. Mein Tipp: lege Wert auf die Qualität deines Textes und nutze nur so viele Wörter, wie notwendig sind. Soll heißen, vermeide überflüssiges Blablabla, vermeide aber auch Thin Content. Darunter verstehen wir Inhalte, die nichtssagend sind und den Usern keinen Mehrwert liefern. Wenn du unbedingt eine Zahl brauchst: Eine grobe Regel besagt, dass du mit einer Textlänge ab 200 – 300 Wörtern nichts falsch machst.


3. Beitragsformat festlegen

Du musst wissen, wen du mit deinem Text ansprechen möchtest. In welcher Phase steckt diese Zielgruppe? Will sie sich informieren, Produkte vergleichen oder kaufen?

Sobald du das festgelegt hast, kannst du das Format und den Aufbau deiner Webseite festlegen. Folgende Formate sind denkbar: Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung (Blogbeitrag), Verkaufs-Landingpage, Produkt-Seite oder Kategorien-Übersichtsseite.

Grafik drei Phasen Customer Journey für SEO Text
Die Phasen deiner Zielgruppen von der Aufmerksamkeit bis zum Kauf // erstellt mit canva.com

Das Schaubild ist nicht ganz vollständig. Nach dem Kauf oder einer Buchung wirst du (hoffentlich) weiterhin mit der Person in Kontakt sein. Hier kommen dann z. B. Webseiten für Support-Anfragen oder spezielle Angebotsseiten für deine Stammkundschaft ins Spiel.


4. SEO-Text strukturieren

Wenn du einen Blogbeitrag schreiben möchtest, kannst du dich an dieser Liste orientieren.

  • Starte mit einer knackigen Überschrift (H1), die den Inhalt auf den Punkt bringt.
  • Finde einen Einstieg (Einleitung). Sag den Leser:innen, was sie in deinem Beitrag erwartet.
  • Überlege dir einen roten Faden, frage dich: Warum schreibe ich den Beitrag, was will ich mit meinem Blogartikel erreichen?
  • Baue Zwischenüberschriften ein und platziere dort Keywords. Achte auf die Hierarche: H1-H6.
  • Erstelle ein Inhaltsverzeichnis.
  • Nutze Medien zur Veranschaulichung wie Bilder, Videos, erklärende Grafiken, etc. und verpasse ihnen einen Titel, Beschreibung und Alt-Text. Auch hier bitte Keywords einbauen.
  • Schließe den Text mit einem Fazit.
  • Lasse ausreichend Platz zwischen Textblöcken und Überschriften.
  • Halte die Absätze möglichst kurz.
  • Fette wichtige Keywords und Phrasen (bold tags). Vermeide gefettete Duplikate und beschränke dich auf einzelne Wörter oder kurze Phrasen.
  • Arbeite mit Aufzählungen.
  • Streue die gefundenen Keywords ein, die zur Suchintention passen.
  • Nutze Synonyme und unterschiedliche Schreibweisen, aber übertreib es nicht! Der Text soll natürlich klingen.
  • Verlinke Keywords aus deinem Text intern mit anderen Seiten oder Beiträgen (und umgekehrt), die dazu passen.
  • Verlinke passende Beiträge von anderen Websites, damit sich deine Leser:innen woanders tiefergehend informieren können.
  • Achte darauf, dass das Keyword in der URL vorkommt.
  • Nutze kurze und verständliche Sätze.

Um zu kontrollieren, ob du einige der aufgeführten Punkte hier erfüllst, kannst du bei WordPress ein SEO-Tool wie Yoast oder Rank Math nutzen. Mit Hilfe dieser Tools lassen sich ebenfalls Metabeschreibung und -Titel eingeben (siehe Punkt 6.).


5. Handlungsaufforderung einfügen

Was sollen die Besuchenden tun, wenn sie auf deiner Webseite sind? Anders gefragt: Was möchtest du mit deinem Beitrag oder deiner Landingpage erreichen? Es kann nie schaden, einen CTA-Button einzubauen. CTA = Call To Action.


6. Metabeschreibung und -Titel festlegen

Füge vor der Veröffentlichung deines Textes Meta-Description und -Title ein. Platziere auch dort dein Keyword. Das ist der Teil, der auf den Suchergebnisseiten bei Google erscheint.

Beschreibung und Titel sollen zum Klicken verführen! Achte darauf, dass dein Text bzw. deine erstellte Webseite das hält, was zuvor dein SERP-Snippet (also deine eingefügte Metabeschreibung und der Titel) versprochen hat. Es bringt nichts, wenn du einen reißerischen Titel einfügst, der nichts mit dem Inhalt deines Textes zu tun hat. Die Besucher:innen verschwinden blitzschnell von deiner Seite und das wiederum ist kein positives Zeichen für Google.

Google verändert zum Teil eigenmächtig diese Snippets. Warum das so ist und was du dagegen tun kannst erfährst du unter dem Punkt „weiterführende Links“.


Tool-Tipp

Analysiere mit diesem Textanalyse-Tool die Lesbarkeit deiner Texte. Schnell und unkompliziert!


Nach der Veröffentlichung des SEO-Beitrags

Nach der Veröffentlichung deines Blogartikels oder Produktseite solltest du unbedingt beobachten, wie sich dein hoffentlich SEO-freundlicher Text im Internet „macht“. Hier ein paar Tipps.

  • Damit dein Beitrag schnell in den Google-Index aufgenommen wird, reiche ihn mit Hilfe der Search Console bei Google ein.
  • Nutze ein Monitoring-Tool, um deine Platzierung für den Beitrag und die genutzten Keywords im Blick zu behalten. Du kannst auch einfach eine Excel-Tabelle anlegen und dort die Daten aus der Search Console einfügen.
  • Schau in die Google Search Console, um neue Keywords zu entdecken und um sie deinem Text hinzuzufügen. Natürlich geht es nicht nur um die Platzierung eines neuen Keywords innerhalb deines Textes, du solltest diese mit ausreichend Kontext versehen.
  • Halte deine Inhalte auf dem neusten Stand, damit dein „Evergreen Content“ für dein Zielpublikum immer die beste Lösung bietet!
  • Dein Beitrag wird eventuell wachsen. Sollte er zu mächtig werden, kannst du darüber nachdenken, den Inhalt auf mehrere Beiträge aufzuteilen.
  • Wenn du motiviert bist, kannst du dich zudem mit der WDF*IDF Analyse deiner SEO-Texte beschäftigen. Unten findest du weiterführende Links zu diesem spannenden Thema.
  • Du kannst mit deinen Texten noch mehr Resonanz bei deinen Zielgruppen erzielen, wenn du ihre Probleme, Wünsche oder auch Ziele ansprichst. Dafür werfe einen Blick auf Bewertungen und Kritiken. So erfährst du, was den Menschen an bestimmten Produkten oder Dienstleistungen gefällt oder nicht gefällt (weiterführender Link zum Ebenen-Modell siehe weiter unten).

Tipp: Teile deinen Beitrag in deinen Sozialen Medien, weise über deinen Newsletter darauf hin und überwache das Ranking für den Beitrag sowie die Keywords.

Ein allgemeiner Beitrag über ein bestimmtes Thema bringt nicht viel, wenn du ein Ladengeschäft hast, das nicht auf den Online-Handel ausgerichtet ist. In dem Fall ist es ratsamer, mehr Zeit und Geld in Inhalte zu stecken, die dich beim „Local Marketing“ voranbringen.


Weiterführende Links

WDF*IDF – Ryte Wiki

Kostenloses WDF*IDF Tool – Seobility

Gratis Whitepaper: So bringen Ihre Produktbeschreibungen mehr Umsatz. – Trusted Shops

Optimierung für Frage-Keywords mit W-Fragen und den richtigen Tools. – Semrush

Ein immer anderer Blick auf alles (inkl. Online-Marketing): Das Ebenen-Modell. – Karlkratz.de

Faul und effizient: Rezept für Deine besten Texte. – Karlkratz.de

Vorsicht Snippet-Änderung! Deine Strategie für permanent gute Snippets. – Onlinemarketing.de

Anschauliche Beispiele für SEO-Texte gibt es bei Meningo.

Grafik erstellt mit Canva – Credits: Tris von Sketchify Education

Nach oben scrollen