Wie du erkennst, ob jemand eine gute Website erstellt

Hilfe, ich brauche eine gute Website!

Mein Titel spricht von einer „guten“ Website. Doch was heißt das eigentlich? Bedeutet gut, dass sie gut aussieht? Und ist Geschmack nicht subjektiv? Was kann denn noch alles gut sein? Die Fotos? Der Text?

In diesem Beitrag erfährst du, was ich unter „gut“ verstehe und welche Kriterien dir helfen, eine Webdesign-Agentur oder -Freelancer:in mit einem besseren Gefühl auszuwählen.

Fakten kompakt

  • Hohe Investitionen in eine Website führen nicht automatisch zu Anfragen
  • Viele Websites scheitern an fehlenden, konkreten Angeboten
  • Die Website einer Agentur oder Freelancer:in gibt bereits Hinweise auf Struktur, Auffindbarkeit und Bedienbarkeit
  • Referenzen, Spezialisierung und realistische Leistungsversprechen helfen dabei, die Seriösität einer Agentur oder Freelancer:in besser einzuschätzen
  • Vertrauenswürdige Agenturen und Freelancer:innen beschäftigen sich nicht nur mit Design, sondern auch mit Angeboten, Zielgruppe, Positionierung und Auffindbarkeit
  • Eine Website ist kein fertiges Produkt, sondern entwickelt sich mit dem Unternehmen weiter
  • Eine zweite oder dritte Meinung vor einem Website-Projekt kann Fehlentscheidungen vermeiden

Meine Kundschaft ist websitemüde

„Sie können sich nicht vorstellen, wie viel Zeit und Geld ich bereits in diese Website gesteckt habe. So langsam hab ich keine Lust mehr.“ So oder so ähnlich hat es letztens ein Kunde formuliert und ich kann ihn verstehen.

In meinem Job als Website-Betreuerin mit Schwerpunkt technische Funktionalität und Online-Auffindbarkeit kommt es häufig vor, dass ich Websites zur Betreuung übernehme, für die viel Geld ausgegeben wurde.

Einfach mal irgendwie zusammengeklickt

Nicht selten das Problem: Sie bringen keine oder kaum Anfragen. Und das ist für Selbstständige nun mal entscheidend, um den Lebensunterhalt verdienen zu können. Nicht immer liegt es an den Google-Rankings oder an fehlenden Inhalten. Im Fall meines Kunden wurden immens viele Seiten erstellt.

Das Problem: auf den Angebotsseiten war kein Angebot formuliert. Sie folgten keiner Logik, es gab keinen roten Faden oder Handlungsaufforderungen. Und das ist leider kein Einzelfall.

Vertrauen muss ich mir verdienen

Natürlich ärgere ich mich darüber, dass ich ausbaden muss, was irgendeine Agentur oder Freelancer:in verzapft hat. Ich muss erst einmal wieder Vertrauen aufbauen. Dazu kommt, dass meine Kundschaft oft müde ist, sich schon wieder mit der eigenen Website beschäftigen zu müssen.

Vorweg: Eine Website ist nie ganz fertig. Das sollte dir klar sein. Auch wenn Positionierung, Design und Angebote stehen, lohnt sich immer wieder ein Blick auf die Zahlen und die Technik. Wie entwickeln sich die Rankings? Kommen genügend Anfragen rein? Gibt es Themen, die für die Zielgruppe interessant wären? Ist die Website technisch auf dem aktuellen Stand?

Wenn der Laden läuft, macht das sogar Spaß.

Wenn er nicht läuft, ist es frustrierend. Das verstehe ich. Deswegen ist es umso wichtiger, bei der Wahl der Agentur und eines Freelancers von Anfang an genau hinzuschauen.


Woher sollst du wissen, wer die richtige Person für deine Website ist?

Woher sollst du als Laie wissen, wer die richtige Wahl für die Erstellung deiner Website ist?

Und woher sollst du wissen, warum eine Website später vielleicht nicht die Ergebnisse bringt, die du dir erhofft hast? Die Antwort: das kannst du nicht zu 100% wissen. Ich auch nicht. Ich wüsste auch nicht so recht, worauf ich beim Autokauf achten sollte, außer, dass es sicher fährt und eine geile Farbe hat! Vielleicht ist das der Grund, warum ich keins besitze. Anderes Thema. Aber es gibt ein paar Dinge, die ich an deiner Stelle vorab klären würde, bevor du Geld in dein neues Website-Projekt steckst.

Wenn du noch ganz am Anfang stehst und gerade Anbieter:innen vergleichst, habe ich hier ein paar Denkanstöße für dich.

Und wenn du bereits eine Website hast, die nicht so läuft, wie du es dir wünschst, dann könnte meine Website-Beratung interessant für dich sein.


Kriterien für eine bessere Wahl der Webdesignerin oder Web-Agentur

Schau dir zuerst die Website der Agentur oder Freelancers an

Die Website der Agentur oder Freelancer:in verrät oft mehr, als man denkt. Deshalb würde ich dort als Erstes anfangen:

  • Ist die Seite aufgeräumt?
  • Findest du dich zurecht?
  • Verstehst du schnell, was angeboten wird?

Und wie bist du überhaupt auf diese Website aufmerksam geworden? Über Social Media, eine Empfehlung, Google, eine Anzeige oder vielleicht sogar über ein KI-System?

Das allein sagt noch nicht alles. Es gibt dir aber einen ersten Eindruck davon, wie ernst das Thema Auffindbarkeit im Internet genommen wird.


Die Chemie muss stimmen

Wirf einen kritischen Blick auf die Über-mich-Seite:

Ist dir die Person sympathisch?

Sagt sie dir, wie sie dir helfen kann oder redet sie nur davon, wie toll sie ist? Das gibt dir nämlich einen Vorgeschmack darauf, was du zu erwarten hast, sollte die Agentur deine Texte schreiben.

Ihr werdet einige Zeit miteinander verbringen. Inhalte müssen abgestimmt werden. Entscheidungen müssen getroffen werden. Wenn die Chemie nicht stimmt, kann so ein Projekt unangenehm werden.

Wenn jemand ausschließlich per E-Mail erreichbar ist, wäre ich vorsichtig. Viele Dinge lassen sich in einem kurzen Gespräch deutlich schneller klären.


Verspricht das Angebot mehr, als es halten kann?

Überprüfe, was angeboten wird.

  • Leuchtet dir das Angebot ein?
  • Oder werden Dinge versprochen, die dich stutzig machen?

Eine Website mit 15 Unterseiten, Top-Platzierungen bei Google und das Ganze für 799 Euro inklusive Mehrwertsteuer wäre für mich zum Beispiel eine deutliche Warnlampe. Ich weiß nicht, wie sich eine hochwertige Website in dem Umfang für so schmales Geld umsetzen lässt. Wer mir das plausibel erklären kann, mag sich gerne melden.


Gibt es Referenzen?

Sieh dir die Referenzen an:

  • Gibt es überhaupt welche?
  • Und gefallen sie dir?

Nicht jede Website muss deinem Geschmack entsprechen. Aber du solltest erkennen können, ob die Arbeiten grundsätzlich zu dem passen, was du dir vorstellst.

Im besten Fall hat sich die Agentur oder Freelancer:in sogar auf deine Branche spezialisiert.

Website selbst erstellen?

Du möchtest es selbst probieren? Dann lies dir gern meinen Blogbeitrag ↗ Website erstellen: Tipps für Planung, Aufbau und Inhalte (Teil 1) durch. Damit hast du eine gute Grundlage, um zu starten. Außerdem ergänzt der Beitrag diesen hier sehr gut.

Diese Fragen würde ich vor einer Beauftragung einer Website stellen

  • Mit welchem System wird die Website gebaut und warum wird es empfohlen?
  • Bekommst du nach Fertigstellung alle Zugangsdaten und Passwörter?
  • Wirst du eingewiesen und kannst du die Website später selbst bearbeiten?
  • Werden kostenpflichtige Plugins eingesetzt? Wenn ja, welche und warum? Was passiert, wenn die Lizenz ausläuft?
  • Wie wird sichergestellt, dass dein Designgeschmack einigermaßen getroffen wird?
  • Wird dein Angebot so dargestellt, dass Besucher:innen verstehen, warum sie bei dir richtig sind?
  • Was kostet das Webdesign-Projekt?
  • Sind Feedback- und Änderungsschleifen eingeplant?
  • Wer ist deine Ansprechperson und wie schnell kannst du mit Antworten rechnen?
  • Wie stark wird SEO beachtet? Was wird konkret in Sachen SEO umgesetzt?
  • Berücksichtigt man deine Angebote, dein Alleinstellungsmerkmal, deine gesamte Positionierung?
  • Gibt es Rückmeldungen zu den Texten, wenn du welche lieferst?

Bestimmt fallen dir noch weitere Fragen ein, schließlich weißt du am besten, was deine Website am Ende des Tages leisten soll.


Du bist unsicher? Hol dir eine zweite Meinung.

Du kannst viele dieser Fragen natürlich selbst stellen und recherchieren.

Trotzdem erlebe ich immer wieder, dass Selbstständige bei Website-Projekten ein ungutes Gefühl haben. Nicht, weil sie sich nicht informieren möchten, sondern weil sie die Antworten oft nicht einordnen können. Oder weil Expert:innen unterschiedliche Sichtweisen auf Websites haben. SEOs blicken zum Beispiel oft anders auf Websites als UX-Designer:innen. Das kann überfordern und dich in deiner Entscheidungsfindung blockieren.

Genau dafür gibt es meine Website-Beratung.

Dort besprechen wir offene Fragen, vergleichen Möglichkeiten und sortieren, was für dein Vorhaben relevant ist.

Falls du bereits eine Website hast, analysieren wir gemeinsam auf deine Angebote, die Struktur deiner Website und alles, was zu deinem Web-Auftritt dazugehört. So bekommst du ein Gefühl dafür, was bereits gut gelöst ist und an welchen Stellen es sich lohnt, nachzubessern.

Und falls du gerade erst vor einem Website-Projekt stehst, überlegen wir, welche Fragen du potenziellen Anbieter:innen stellen solltest und worauf es bei der Auswahl einer Agentur oder Freelancer:in ankommt.

Bevor mehrere Tausend Euro investiert werden, kann eine Website-Beratung helfen, typische Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Ich möchte dabei transparent sein: Ich berate nicht nur zu Websites, sondern erstelle sie auch. Gerade deshalb weiß ich, welche Fragen im Vorfeld wichtig sind und wo Projekte später häufig ins Stocken geraten.

Wenn du bei deiner Anfrage erwähnst, dass du über diesen Beitrag gekommen bist, erhältst du einmalig 20% Rabatt auf die Website-Sprechstunde.

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Website-Beratung für Durchblick

Du wünschst dir mehr Kompetenz bei der Entscheidungsfindung, wer der oder die Richtige für deine neue Website ist? Du möchtest Fehler vermeiden, bevor du eine neue erstellen lässt?

Lass uns darüber sprechen.

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